Verdopplung der Raubdelikte in Werdohl

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Werdohl - Die Zahl der Rauschgiftdelikte in Werdohl ist im vergangenen Jahr um 41 Prozent gestiegen. 2016 dokumentierte die Polizei 56 Fälle, 2017 waren es 79. Das geht aus dem Kriminalitätsbericht hervor, den die Kreispolizeibehörde Märkischer Kreis am Mittwoch veröffentlicht hat.

Die Zahl der Straftaten im Stadtgebiet ist fast konstant. 2016 standen 1049 Fälle in der Statistik, im vergangenen Jahr waren es 2 Fälle weniger. Damit liegt Werdohl im Vergleich der Kriminalitätshäufigkeitszahlen mit einem Wert von 5852 im oberen Drittel: Den besten Wert kann Balve aufweisen (2683), den schlechtesten haben die Beamten für Lüdenscheid (8097) ermittelt. 

Auffällig ist, dass die Zahl der Sexualdelikte um ein Drittel (von 9 auf 12) gestiegen ist. Allerdings sind die besonders schwerwiegenden Straftaten in diesem Bereich leicht rückläufig. So haben die Beamten 2 Fälle von Vergewaltigung, beziehungsweise schwerer sexueller Nötigung (2016: 3) und 3 Fälle des sexuellen Missbrauchs von Kindern (2016: 4) erfasst. 

Besonders negativ sticht die Verdopplung der Raubdelikte in Werdohl hervor: Acht Straftaten stehen in der Statistik, im Vorjahr waren es noch 4. 

Gewaltbereitschaft nimmt zu 

Und offenbar hat auch die Gewaltbereitschaft im Stadtgebiet zugenommen. Während die Ordnungshüter im Jahr 2016 insgesamt 107 Fälle von Körperverletzung aufgenommen hatten, waren es im vergangenen Jahr 29 Fälle mehr – 136 – ein Plus von 27 Prozent. Im Gegensatz dazu ist die Anzahl der Diebstähle deutlich gesunken (von 333 auf 278). In der Statistik sind beispielsweise nur 4 Fälle verzeichnet, in denen Gegenstände aus einem Auto gestohlen wurden (2016: 14). Auch die Zahl der Wohnungseinbruchdiebstähle ist mit 23 Delikten (2016: 29) rückläufig. Eine solche positive Entwicklung gilt auch für den Bereich der Sachbeschädigungen, in dem die Anzahl der Fälle nach den Angaben der Polizei rein rechnerisch um 15,5 Prozent gesunken ist (von 148 auf 125). 

Im Bereich der Computerkriminalität verzeichnet die Polizei ebenfalls einen deutlichen Rückgang. Während 2016 noch 22 Fälle in der Statistik auftauchten, waren es 2017 lediglich 9 Fälle. Und auch der Blick auf die Aufklärungszahlen stimmt zuversichtlich: Die Quote ist von 57,67 Prozent im Jahr 2016 auf 59,31 Prozent gestiegen.

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