Verdi-Ortsverein Lenne/Volme in Werdohl

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Peter Sasse, 1. Vorsitzender des Verdi-Ortsvereins Lenne/Volme, Fachbereich 10 NRW (ehemals: Postgewerkschaft, Zweiter von rechts) informierte über die Tarifabschlüsse. ▪

WERDOHL ▪ Schutzbestimmungen machten keinen Sinn, wenn sie „wenig gelebt“ werden. Peter Sasse, 1. Vorsitzender des Verdi-Ortsvereins Lenne/Volme, Fachbereich 10 NRW (ehemals: Postgewerkschaft) appellierte bei der Jahreshauptversammlung am Montagabend im Versevörder Hof an die Anwesenden: „Sagt den Kollegen, dass sie Rechte haben. Sie sollen mal ein wenig mehr Rückgrat zeigen.“ Von 300 Mitgliedern, die der Ortsverein hat, waren gerade einmal zwei Hand voll erschienen.

Mit diesem Schlusswort beendete der Gewerkschafter die Versammlung, die mit seinem Geschäftsbericht eingeleitet hatte. Neben vier Sitzungen im vergangenen Jahr seien im Bereich Lenne/Volme auch zwei eigene Seminare zu den Themenkomplexen „Menschen im Betrieb“ sowie „Gefährdungsbeurteilung“ durchgeführt worden.

Dann referierte Sasse über die Tarifabschlüsse des vergangenen Jahres. „Bis zum Alter von 67 Jahren kann ja keiner arbeiten“, betonte er. Deshalb habe Verdi mit der Post das Kombimodell „Fordern und Fördern“ abgeschlossen, das bis Ende 2015 laufe. Dieses beinhaltet folgende Regelung: Der Arbeitnehmer arbeitet ab seinem 59. Lebensjahr nur noch die Hälfte der Zeit. Zuvor hat er ein Guthaben auf einem Arbeitszeitwertkonto angesammelt. Vor Erreichen des gesetzlichen Rentenalters geht der Arbeitnehmer dann in Altersteilzeit ohne Abschläge. Die Deutsche Post, zahlt einen monatlichen Aufstockungsbetrag. Dafür wurde ein Fonds eingerichtet. Auch die vollen Rentenbeiträge entrichtet der Arbeitgeber in der Zeit, in der Arbeitnehmer (teilweise) freigestellt ist.

Ein weiterer neuer Bestandteil des Tarifvertrages beinhaltet, dass neu Eingestellte und diejenigen, die befristete Verträge haben, künftig vier Prozent weniger Lohn erhalten. Finanziell gut sieht es dagegen bei der Gewerkschaft aus: Kassierer Michael Uellenberg berichtete von einem deutlichen Plus in der Kasse.

Der Neujahrsempfang des Ortsvereins kann durch die Aufgabe des Postgebäudes in Lüdenscheid 2013 nicht mehr am angestammten Ort stattfinden. Ein alternativer Austragungsort steht noch aus. ▪ kol

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