Veranstaltungsreihe: Gegen Gewalt an Frauen

Schauspielerein und Regisseurin Anja Bilabel präsentiert am 25. November in der Stadtbücherei ein Kammerhörstück.

WERDOHL ▪ Seit zehn Jahren ist das so genannte Gewaltschutzgesetz in Kraft. Während ein Arbeitskreis des Märkischen Kreises Veranstaltungen dazu vor allem in Lüdenscheid und Iserlohn organisierte, war Gewalt an Frauen in kleineren Städten eher ein Tabu. Das soll jetzt anders werden, die Städte Werdohl und Plettenberg greifen das Thema mit drei Veranstaltungen im November auf.

Die Gleichstellungsbeauftragten Judith Heilmaier aus Werdohl und Christiane Wilk aus Plettenberg schreiben in der Einladung zu den Veranstaltungen: „In unseren Kleinstädten mit ländlich geprägter Struktur und teilweise hohem Migrationsanteil muss die Thematik besonders sensibel angegangen werden, um nicht zusätzliche Vorurteile aufzubauen oder gängige Klischees zu bedienen.“ Die komplette Reihe ist übrigens finanziell gefördert vom NRW-Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter. Unterstützung erfahren die Werdohlerinnen und Plettenbergerinnen auch durch die Netzwerkarbeit der Runden Tische gegen häusliche Gewalt im Märkischen Kreis.

Am 5. November referiert Ute Rösemann ab 18 Uhr in der Werdohler Stadtbücherei zu dem Thema „Wenn der Papa die Mama haut“. Dabei handelt es sich um einen Fachvortrag, der sich an Erzieherinnen, Lehrerinnen, Mitarbeiterinnen der Jugendhilfe sowie Haus- und Kinderärztinnen wendet. Die Fachberaterin zeigt auf, was Kinder als mitbetroffene Opfer von häuslicher Gewalt gegen ihre Mütter erleben und wie in der Praxis Hilfe geleistet werden kann. Selbstverständlich sind auch Männer aus den Fachbereichen eingeladen.

Eine Fortbildung für Pädagoginnen und Pädagogen sowie eine Veranstaltung für Schüler und Schülerinnen zum Thema „Recht auf freie Partnerwahl“ sind für den 21. November im Plettenberger Rathaus und am 27. November im Plettenberger Gertrud-Bäumer-Berufskolleg geplant. Referentinnen sind Kerstin Horak von Terre des Femmes und Fatma Bläser von Hennamond, sind sprechen über Gewalt im Zusammenhang mit Zwangsheirat.

Auf künstlerische Art und Weise nähert sich Schauspielerin und Regisseurin Anja Bilabel am 25. November ab 16 Uhr in der Stadtbücherei mit ihrer Produktion „Lauschsalon: In Blumenhäusern“ dem Thema. Sie kombiniert Prosa und Lyrik bekannter Autoren mit musikalischen Improvisationen zu komplexen Kammerhörstücken.

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