VDM-Kreisel: Darum verzögert sich der Baubeginn erneut

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Im Bereich der VDM-Kreuzung wird sich in diesem Jahr nun baulich wohl doch nichts mehr tun.

Werdohl – Ursprünglich hatte der Landesbetrieb Straßen.NRW geplant, mit den vorbereitenden Arbeiten zum Bau des Kreisverkehrs vor dem VDM-Werk im Herbst zu beginnen.

Mittlerweile erscheint es wenig wahrscheinlich, dass der Startschuss noch in diesem Jahr fallen kann. 

Den Kreisel will der Landesbetrieb bauen, um den Kreuzungspunkt von drei vielbefahrenen Straßen – Plettenberger Straße, Neuenrade und Lüdenscheider Straße – sowie der VDM-Werkszufahrt sicherer zu machen. Im Sommer hatte ein Mitarbeiter des Landesbetriebs die voraussichtlichen Kosten noch mit 600 000 Euro beziffert. 

Die Kosten steigen

Dass dieser Betrag mittlerweile nach oben korrigiert werden muss und dass sich der Baubeginn verzögert, hat mit einem Unwetter am Pfingst-Wochenende zu tun: Regenmassen hatten die Neuenrader Straße (B 229) unterspült, die Asphaltdecke musste auf einer Länge von etwa 30 Metern abgefräst und erneuert werden. „Diesen Bereich wollen wir im Zuge des Kreisel-Baus von Grund auf erneuern“, erklärte nun Andreas Berg, Pressesprecher des Landesbetriebs. 

Nach der Unterspülung im Juni wurde die Neuenrader Straße zunächst nur provisorisch wieder hergestellt.

Dafür muss dieser zusätzliche Aufwand aber in die Ausschreibung aufgenommen werden. Berg geht deshalb davon aus, dass die Aufforderung an die Bauwirtschaft, Angebote für den Bau des VDM-Kreisels abzugeben, in etwa vier Wochen veröffentlicht werden kann. Die Auftragsvergabe könnte dann wahrscheinlich noch in diesem Jahr erfolgen. Ob jedoch auch mit den Arbeiten noch 2019 begonnen wird, steht in den Sternen. Das hänge von der Witterung ab, lässt sich Berg keine verbindliche Aussage entlocken. 

Zunächst eine knifflige Aufgabe

Doch ganz gleich, wann es los geht – zunächst wird das Bauunternehmen eine knifflige Aufgabe zu lösen haben. Einer der ersten Schritte nach der Einrichtung der Baustelle wird nämlich sein, die im Kreuzungsbereich verlaufenden Versorgungsleitungen „an die zukünftige Verkehrsführung anzupassen“, wie es Berg ausdrückt. Im Klartext: Die Leitungen sollen so verlegt werden, dass sie später nicht mitten durch den Kreisverkehr verlaufen. Und die Anzahl der Kabel und Rohre ist beträchtlich: „Wir haben allein 20 Stromleitungen mit je 10 000 Volt Spannung, hinzu kommen noch Telekommunikationsleitungen“, zählt Berg auf. 

Die Hangbrücke kann erst saniert werden, wenn der neue Kreisel gebaut ist.

Ebenfalls zu den vorbereitenden Arbeiten zählt der Bau einer Baustellenumfahrung. Damit möchte Straßen.NRW erreichen, dass der Fahrzeugverkehr während des größten Teils der Bauzeit an der Baustelle vorbeifließen kann, ohne die Arbeiten an dem Kreisel zu behindern. Straßen-NRW rechnet für den neuen Verkehrsknotenpunkt mit 35 Metern Durchmesser mit einer Bauzeit von etwa zehn Monaten. 

Neue Hangbrücke nicht vor 2021

Eng mit dem Kreisel-Bau hängt auch die schon lange geplante Erneuerung der Hangbrücke Neuenrader Straße zusammen. „Damit können wir nicht beginnen, bevor der Kreisel fertig ist, also frühestens 2021“, sagte Berg.

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