VDM-Kreisel: Beginn der Arbeiten rückt näher

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Ein Kreisverkehr anstelle der Kreuzung vor dem VDM-Werk soll ab August 2020 die Verkehrsströme an diesem wichtigen Verkehrsknotenpunkt entwirren. Die Vorarbeiten sollen noch in diesem Jahr beginnen.

Werdohl - „Wir sind jetzt langsam auf der Zielgeraden“, sagte Klaus Gillmann, als es am Dienstagabend im Rathaus um den geplanten Kreisverkehr vor dem Werdohler VDM-Werk ging.

Noch in diesem Jahr werde mit vorbereitenden Arbeiten begonnen, versprach der Projektleiter des Landesbetriebs Straßen.NRW in der Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Stadtentwicklung (Ustea). 

Planer Volker Finger (Sundern) erläuterte den Ausschussmitgliedern, wie der Kreisel, der die Verkehrsströme auf Plettenberger Straße, Lüdenscheider Straße und Neuenrader Straße sowie vom und zum VDM-Werksgelände ordnen soll, aussehen soll und wie er sich die Bauausführung vorstellt. Demnach soll der im Durchmesser 35 Meter große Kreisel weitgehend bei fließendem Verkehr gebaut werden. Dazu soll quer zur Neuenrader Straße zunächst eine Baustraße hergestellt werden, über die der Verkehr nördlich an der Kreiselbaustelle vorbeifließen kann. Die Neuenrader Straße (B 229), die vom Kreisel an aufwärts auf einer Länge von 200 Metern saniert werden soll, müsste allerdings gesperrt, der Lkw-Verkehr dann großräumig umgeleitet werden. 

Zweite Zufahrt für das VDM-Werk

Das VDM-Werk wird nach Fingers Darstellung eine zweite Zufahrt erhalten. Die derzeitige Zufahrt soll zukünftig dem Pkw-Verkehr vorbehalten sein und schon vor der Einfahrt in den Kreisverkehr liegen. Die neue Hauptzufahrt auf der anderen Seite des Pförtnerhäuschen werde der südliche Ast des Kreisverkehrs sein, und zwar so bemessen, dass darin bis zu vier Lkw hintereinander stehen können, ohne dass sich ein Rückstau bis in den Kreisel bildet. 

Mit relativ hohem Aufwand müsse eine große Anzahl von Versorgungsleitungen aus dem jetzigen Kreuzungsbereich in die zukünftigen Gehwege am Rand des Kreisels verlegt werden, beschrieb Finger weiter, dass sich der Bau des neuen Verkehrsknotenpunkts keineswegs auf den reinen Straßenbau beschränkt. Dadurch solle verhindert werden, dass bei zukünftigen Arbeiten an diesen Leitungen der Verkehr im Kreisel behindert werden. Auch eine Gasleitung, die quer durch die Plettenberger und dann weiter über das VDM-Gelände verläuft, müsse noch erneuert werden; das soll bereits in diesem Sommer passieren. 

Bauzeit von etwa zehn Monaten

Ansonsten rechnen Finger und der Landesbetrieb Straßen.NRW mit ersten Arbeiten zum Bau des Kreisels für den Herbst. „In etwa sechs Wochen können wir die Arbeiten ausschreiben, dann könnten wir im Oktober mit der Baustraße beginnen“, skizzierte Finger den Zeitplan. Der Planer rechnet mit einer Bauzeit von etwa zehn Monaten, folglich einer Fertigstellung bis August 2020. 

Die Kosten für den Kreisverkehr im Kreuzungspunkt der beiden Bundesstraßen 229 und 236 sollen rund 600 000 Euro betragen und werden zu 100 Prozent vom Bund getragen. Die Stadt Werdohl ist mit rund 95 000 Euro beteiligt, die für die Erneuerung der Straßenbeleuchtung aufgewandt werden müssen.

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