VDM: Kampf um die Arbeitsplätze

Gesamtbetriebsratsvorsitzender Gerd Bendiks kündigt an, um jeden Arbeitsplatz bei der VDM GmbH kämpfen zu wollen.

Werdohl - Die VDM Metals GmbH plant einen „erheblichen“ Personalabbau. Das hat der Gesamtbetriebsrat des Unternehmens mitgeteilt. Demnach ist das Gremium am 18. Juli über die geplante Maßnahme sowie die Neuorganisation der Führungsstruktur der VDM GmbH informiert worden.

„In diesem Gespräch haben wir die vorgeschlagenen Maßnahmen als verfehlt und nicht nachvollziehbar abgelehnt. Sie wird unsere bekannten Probleme nicht lösen können und nicht dabei helfen, zukünftige Herausforderungen zu meistern“, schreibt der Gesamtbetriebsrat.

Auf Anfrage unserer Zeitung erklärte Gesamtbetriebsratsvorsitzender Gerd Bendiks, dass auch die Werke in Werdohl und Altena betroffen seien. „In Werdohl arbeiten mehr als 700 Mitarbeiter, in Altena mehr als 400 Menschen. VDM ist also nach wie vor kein kleiner Arbeitgeber in dieser Region“, unterstrich Bendiks. Wie viele Arbeitsplätze in den Werken im Märkischen Kreis gestrichen werden sollten, sagte der Gesamtbetriebsratsvorsitzende nicht: „Dazu gibt es noch keine klaren Aussagen.“

Allerdings sei das für das Gremium auch nicht entscheidend. Bendiks: „Für uns spielt es keine Rolle, ob es um einen oder um 300 Arbeitsplätze geht. Es lohnt sich, um jeden einzelnen Arbeitsplatz zu kämpfen.“ Ab sofort gelte es nun für den Gesamtbetriebsrat, Widerstand zu organisieren. Ein externer Beraterstab, zu dem Mitarbeiter des Info-Institutes, der Hans-Böckler-Stiftung und der IG-Metall gehörten, sei beauftragt worden, Untersuchungen zur aktuellen Situation des Unternehmens durchzuführen. Gemeinsam mit dem Gesamtbetriebsrat und den VDM-Mitarbeitern solle daraus ein Konzept entwickelt werden, das nicht auf schnelle Kostenanpassung durch Personalabbau abziele, sondern auf Lösungen für eine sichere und nachhaltige Zukunft der VDM GmbH aufbaue. „Um dieses aussagekräftige Konzept zu erstellen, wollen wir uns drei Monate Zeit nehmen“, sagte Bendiks.

Er hoffe, dass die Geschäftsführung dem zustimmen und nicht weiter „aufs Tempo drücken werde“, um den angekündigten Stellenabbau zügig durchzusetzen. „Sollte es diesbezüglich keine Einigung geben, scheuen wir den Konflikt nicht“, kündigte der Gesamtbetriebsratsvorsitzende mögliche „kurzfristige Maßnahmen“ in den Werken vor Ort an. - Von Carla Witt

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