Vandalismus in Werdohl: Das ist das größte Problem

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Mit roher Gewalt: Aus einem Bushäuschen in Kleinhammer rissen Unbekannte jetzt die Sitzbank heraus. Das hat den Baubetriebshof auf den Plan gerufen.

Werdohl - In Sachen Vandalismus war es laut Angaben des Baubetriebshofs in Werdohl zuletzt verhältnismäßig ruhig. Zumindest wenn es um die Beschädigung öffentlicher Einrichtungen ging.

Jetzt haben Unbekannte in Kleinhammer die Sitzbank aus einem Bushaltestellenhäuschen herausgerissen. 

Für die Mitarbeiter des städtischen Baubetriebshofs bedeuten solche Fälle viel Ärger und auch Arbeit. „So etwas ist natürlich nicht schön. Zum Glück ist Vandalismus in dieser Form ein Einzelfall“, erklärte Uwe Bettelhäuser, Leiter des Baubetriebshofs, auf Anfrage. 

Mehrzahl sind Graffiti-Fälle

Die Mehrzahl der Vandalismus-Fälle seien Graffiti-Beschmutzungen. „Vor einigen Monaten waren es deutlich weniger Fälle. Jetzt ist es wieder besonders schlimm“, sagte Bettelhäuser, der für die Täter kein Verständnis hat: „Die Schmierereien auf Stromkästen haben sehr zugenommen. Wir versuchen aber, schnell zu reagieren und die Graffiti zügig zu beseitigen.“ 

Mit der Beseitigung zu warten mache wenig Sinn. Denn die Täter könnten in den meisten Fällen nicht ermittelt werden. Die Summe, die in Werdohl jährlich für die Graffiti-Beseitigung anfällt, konnte Bettelhäuser nicht näher beziffern. Der Zentralverband der Deutschen Haus- und Grundeigentümer veröffentlichte bereits vor Jahren eine Schätzung, nach der die Entfernung unerlaubter Graffiti von Gebäuden und öffentlichen Verkehrsmitteln bundesweit pro Jahr rund 500 Millionen Euro kostet.

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