Ein unvergesslicher Tag

Auch Clowns erfreuten das Publikum.

WERDOHL ▪ Ohrenbetäubendes Kreischen und Pfeifen des Publikums: Die Kinder der Gemeinschaftsgrundschule Kleinhammer/Königsburg hatten sich bestens vorbereitet für ihren großen Auftritt beim Projektcircus Proscho. Das zeigte der Applaus. Von Michael Koll

Das Zelt am Riesei war am Samstagnachmittag übervoll: Nicht jedes Eltern- oder Geschwisterteil bekam einen Sitzplatz, als zu Beginn der Song „Conga“ der Miami Sound Machine mit Sängerin Gloria Estefan aus den Boxen quoll. Grundschüler stürmten die Manege und ließ Hula-Hoop-Reifen tanzen.

„Rücken Sie zusammen“, hatte ein Zirkus-Profi zuvor die Besucher rund um die Manege aufgefordert. „Haben Sie keine Angst vor Körperkontakt“, motivierte er. „In zweieinhalb Stunden ist alles wieder vorbei“, tröstete er noch.

Doch dann ging es nur noch um die Mädchen und Jungen aus Kleinhammer, die für eine Vorstellung lang zu Zirkusartisten wurden. Ob als Clowns, Jongleure oder Turnkünstler: Sie alle überzeugten. Dabei hatten sie nur knapp eine Woche, ihre Kunststücke einzustudieren. Und sie zeigten keinerlei Scheu, banden das Publikum auch in ihre Nummern ein.

Wenn dann doch einmal etwas nicht auf Anhieb gelang, traten die Profis an ihre Seite: Die erfahrenen Artisten griffen liebevoll ein, trösteten und beruhigten die Nerven. So klappte zum Schluss doch alles, so wie es sollte. Und nach jeder Atttraktion nannte Manegen-Moderatorin Manuela Maatz jedes beteiligte Kind beim Vornamen – auch wenn hier schonmal die Grundschul-Lehrerin helfend eingreifen musste.

Bei der Trapeznummer war die Verwandtschaft schließlich vollends aus dem Häuschen: Bis unters Zeltdach stapelten sich die kleinen Zirkusartisten zu dritt übereinander auf der freischwingenden Schaukel. Auch die Weinglas-Balanceure stiegen hoch hinaus: Sprosse für Sprosse erklommen sie eine Leiter – ohne dass das auf der Stirn platzierte Weinglas ins Wanken geriet.

Traumhaft wurde es mit den weißen Tauben. Die Mädchen und Jungen der Gemeinschaftsgrundschule ließen die lebendigen Friedenssymbole Kunststückchen vollführen, die selbst die Profis anerkennend nicken ließen. Als dann am Ende noch einmal alle Kinder auf dem Manegenboden Platz nahmen, war eines klar: Diesen Tag würden die Kinder aus Kleinhammer so schnell nicht vergessen.

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