Unterstützung vom Minister

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Karl-Josef Laumann (2.v.l.), Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales in NRW, besuchte gestern auf Einladung des CDU-Landtagskandidaten Thorsten Schick (l.) das Werk ThyssenKrupp Bilstein. Im Gespräch mit Bürgermeister Siegfried Griebsch sowie den beiden Vorsitzenden der ThyssenKrupp Bilstein-Betriebsräte aus Werdohl und Hohenlimburg, Udo Böhme und Gerold Vogel (r.), informierte sich der Minister über bei ThyssenKrupp Bilstein geplante Werksschließung. ▪

WERDOHL ▪ Die beiden Vorsitzenden der ThyssenKrupp Bilstein-Betriebsräte aus Werdohl und Hohenlimburg, Udo Böhme und Gerold Vogel, informierten Arbeitsminister Karl-Josef Laumann am Freitagnachmittag über die harsche Vorgehensweise des  ThyssenKrupp-Konzerns, das Werk Bilstein zu schließen.

Bürgermeister Siegfried Griebsch verdeutlichte dem Gast aus Düsseldorf die Auswirkungen, die die Schließung auf Werdohl und seine Bürger haben wird – der Wegfall der Arbeitsplätze ziehe negative Konsequenzen angefangen bei der Infrastruktur bis hin zum Einzelhandel nach sich. „Besonders ärgert mich aber die Art der Vorgehensweise von ThyssenKrupp. Es entsteht der Eindruck, dass man sich hier nicht so viel Mühe gegeben hat.“

„Seit fast acht Jahren ist an diesem Standort nicht mehr investiert worden“, ergänzte Böhme. Die Geschäftsführung forderte diesbezüglich ein Konzept, das Perspektiven schaffe. Mehrere Möglichkeiten seien aufgezeigt worden, wie der Werdohler Standort eine „schwarze Null“ bekommen könne. Als das erreicht worden sei, habe die Geschäftsführung ein anders Hauptargument für die Schließung herangezogen, nämlich das der Kapazitätsauslastung. „Eine Schließung können wir nicht mehr verhindern“, stellte Vogel fest. Erklärtes Ziel des Betriebsrates sei es deshalb, alle Mitarbeiter in alternative und nachhaltige Arbeitsplätze an nahe gelegenen Standorten unterzubringen. Zudem fordern die Betriebsräte von ihrem Konzern, dauerhafte und vernünftige Perspektiven für die Menschen dieser Region aufzuzeigen. Auf einer Belegschaftsversammlung am 20. Mai in der Hagener Stadthalle soll diesem Plan Nachdruck verliehen werden.

Laumann signalisiert seine Unterstützung. „Was hier gemacht wurde, ist unmöglich.“ Der Minister will das Gespräch mit Verantworlichen suchen. Es müsse deutlich gemacht werden, dass ThyssenKrupp so nicht mit den Beschäftigten umgehen kann. „Wenn sie wollen, gibt es eine Lösung“, ist der Minister überzeugt. ▪ sr

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