49 Unternehmen präsentieren sich Schülern auf der BOM

+
An jedem Stand konnten sich die Jugendlichen über die Arbeit und Ausbildungsmöglichkeiten in den verschiedenen Unternehmen informieren.

Werdohl/Neuenrade - „Ich muss etwas mit meinen Händen machen, ich kann nicht nur im Büro sitzen.“ Shawn, 15 Jahre alt, weiß schon, wie er sein Berufsleben gestalten will. Um sich über die konkreten Angebote in der Region zu informieren, besuchte er gestern wie zahlreiche andere Schüler die BOM.

Insgesamt 49 Unternehmen präsentieren sich am Mittwochmorgen im Schulzentrum am Riesei den Jugendlichen im Rahmen der BOM, der Berufsorientierungsmesse. 

Es ist bereits das achte Mal, dass sich Schüler in dieser Form über die Ausbildungsmöglichkeiten nach dem Schulabschluss informieren können. „Ich bin auf jeden Fall sehr zufrieden“, sagt Organisatorin Sandra Horny am Rande der Messe. Die Unternehmen, die händeringend nach Auszubildenden suchen, müssen sich den Schülern präsentieren, um überhaupt wahrgenommen zu werden – darüber herrscht unter den Ausstellern Einigkeit. „In Werdohl kennen uns die Schüler schon gar nicht mehr“, sagt Antonius Wiesemann Junior, Geschäftsführer der Baumschulen Wiesemann und mit seinem Neuenrader Unternehmen zum ersten Mal bei der BOM mit dabei. 

Am Stand der Märkischen Kliniken konnten sich die Schüler über Ausbildungen im Gesundheitswesen informieren.

Gemeinsam mit fünf anderen Betrieben aus Neuenrade ist er unter dem Banner „Neuenrader Handwerker“ in der Aula vertreten. „Wir hoffen, dass wir auf diese Weise Lehrlinge finden“, sagt Wiesemann. Handwerksberufe wie der des Gärtners und Landschaftsgestalters müssten publik gemacht werden. „Jeder kennt die großen Firmen, die kleineren werden aber schnell übersehen.“ Früher sei die Nachfrage nach Lehrstellen im Handwerk größer gewesen. „Wir müssen schon aktiv nach Lehrlingen suchen.“ 

Ein Blick in die Aula am Riesei macht klar, wohin es einen großen Teil der Schüler zieht. Um den Stand der AOK formen sich regelmäßig Trauben von Schülern. „Wir sind ein sehr beliebter Stand“, sagt David Marcel Raths, der die Jugendlichen über die Arbeit für die Krankenkasse informiert. „Wir geben den Schülern zum Beispiel Tipps zum Bewerbungsschreiben.“ 

8. BOM in Werdohl

Viele Jugendliche könnten sich nicht viel unter der Arbeit für die Krankenkasse vorstellen. „Sie kennen die AOK als Dienstleister, aber nicht als Arbeitgeber“, sagt Raths. Als großes Unternehmen würden ständig Praktikanten gebraucht und auch Auszubildende könnten viele angenommen werden. „Im vergangenen Jahr haben wir zehn Auszubildende allein im Raum Lüdenscheid angenommen“, betont Raths. Ein Zulauf, den sich die Vertreter des Handwerks wünschen würden. 

Mit Produkten der Firma Pühl hatten Mitarbeiter ein Ringwurf-Spiel gebaut, an dem sie zahlreiche Schüler beteiligten.

Auch Havanur, 14 Jahre alt und Neuntklässlerin, steht kurz vor dem Stand der AOK. Sie interessiert sich jedoch vor allem für Gesundheits- und Altenpflege. „Ich will mit Menschen arbeiten“, sagt sie. Auch Pädagogik könne sie sich vorstellen. „Ich kann mich aber noch nicht so richtig entscheiden.“ Genau da setzt die BOM an. Große und kleinere Unternehmen aus den Branchen Industrie, Handwerk, Dienstleistung sowie Pflege und Gesundheit stellen sich den Schülern vor.

„Manche geben uns bereits hier ihre Bewerbung, andere Fragen nach Ausbildungsplätzen“, sagt Lena Rauer von Vossloh. Einen Lichtblick für die Handwerker gibt es auf der BOM. Robin, 14, und unterwegs mit Shawn, hat den Flyer der Zimmerei Ross mitgenommen. „Die Arbeit interessiert mich und ich habe bereits ein Tagespraktikum in dem Bereich gemacht.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare