Unter „schwarzer Sonne“

Michelle Wroebel und Eike von Schlichting spielen zwei der Hauptrollen in dem Film.

WERDOHL ▪ Etwas mehr als acht Monate ist es her, seit der inzwischen 18-jährige Werdohler Robert Maciejewski auf sich aufmerksam gemacht hat – mit einer kurzen Video-Produktion unter dem Titel „Fate Temptation“, die ihm eine Nominierung für den „Camgaroo-Award“ in München eingebracht hatte. Schon damals war in dem Gymnasiasten der Plan gereift, einen Spielfilm zu drehen. Eine Idee, die jetzt Gestalt annimmt.

Zwar hatte München – mit einem fünften Platz – nicht den erhofften Durchbruch gebracht, aber der Spielfilm blieb Maciejewskis Traum, zumal ihm viele Menschen nach der „Camgaroo“-Veranstaltung für die Zukunft Mut gemacht hatten. Einziger Unterschied zum Oktober 2009: Der Titel „Fate Temptation“ (Schicksalsverführung) wurde umgewandelt in „Existence“, aber die Handlung von Liebe und Action – verpackt in ein Drama mit tiefsinnigen Dialogen, wie der 18-Jährige sagt – ist im Kern erhalten geblieben.

Das von Robert Maciejewski verfasste Drehbuch rund um zwei jugendliche Waisenkinder namens Aiden und Chris ist fertig und wartet auf seine Realisierung. Dabei hebt er heraus: Trotz der Kurzbeschreibung bietet die Handlung „für alle Altersgruppen etwas“, sagt er. „Existence“ verspreche eine phantasiereiche und gleichzeitig spannende Atmosphäre mit vielen anregenden Gedankengängen, „die den Film zu einem einmaligen Erlebnis machen“, so die Überzeugung.

Drehstart für den maximal 80 Minuten langen Film soll am 22. Juli sein. Januar war zunächst angedacht, „aber ich habe mir im Interesse größerer Qualität mehr Zeit gelassen“, begründete der in Altena zur Schule gehende Jugendliche die Verzögerung und macht klar: Nach etwa 28 Drehtagen soll alles im Kasten sein; mit eigener Ausrüstung, für die er tief in die Tasche greifen musste. Den ursprünglichen Gedanken, sich das „Handwerkszeug“ bei seinem Freund Kosta aus Altena auszuleihen, hatte er aufgegeben.

Schauplätze der Handlung sind Amsterdam, Köln, Essen, Hagen, Lüdenscheid und natürlich Werdohl, wobei Maciejewski – er führt auch Regie und spielt eine der Hauptrollen – für seine Heimatstadt eher kleinere Szenen vorgesehen hat.

Selbstentworfene Kostüme prägen Stil des Streifens

Ein sicheres Budget für die Verwirklichung seines Traumes hat der junge Filmemacher nicht. Es besteht im Grunde aus dem, „was wir in der Tasche haben“, so der 18-Jährige, der natürlich zur Verbesserung der Gesamtsituation ständig auf der Suche nach Sponsoren ist.

Hilfe fand er in dieser Beziehung – zum Teil jedenfalls – schon bei der Finanzierung der Kostüme, die selbst entworfen und geschneidert wurden. Vielleicht, so die Hoffnung, „gibt es auch Leute, die uns mit Requisiten aushelfen“. Da wird allerdings noch eifrig gesucht, denn was es auch immer ist: Es muss zum Stil des Filmes passen.

Zum Darstellerteam gehören neben Robert Maciejewski als Aiden auch Eike von Schlichting aus Werdohl (er spielt den Anführer der „schwarzen Sonne“), Freundin Michelle Wroebel aus Nachrodt, die schon in dem Trailer „Fate Temptation“ mitgespielt hat, und Daniel Ossenberg-Engels aus Altena-Dahle in der Rolle des Chris. Hinzu kommen „jede Menge Komparsen“, wobei durchaus noch die Möglichkeit für Interessenten besteht, ebenfalls in diesem Streifen mitzuwirken.

Um auf sich und sein Projekt aufmerksam zu machen, hat der 18-jährige Werdohler Robert Maciejewski bereits ein „vorläufiges Filmplakat“ erstellt. Das soll nicht nur in der Umgebung aufgehängt werden, sondern unter anderem auch in Köln und – vor allem – in Chicago. Dort hatte er im vergangenen Jahr Gelegenheit, sechs Wochen lang Theaterluft schnuppern zu können.

Rainer Kanbach

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