„Unsere Arbeit ist mehr als nur ein Hobby“

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Sascha Rausch (links) und Stefan Egger sind seit vielen Jahren beim DRK-Ortsverein Werdohl aktiv. Mit Spaß und Begeisterung gehen sie ihren Aufgaben nach und hoffen, dass sich Nachwuchskräfte für die Arbeit des Ortsvereins interessieren und sie in Zukunft unterstützen.

WERDOHL - Wenn Sascha Rausch von seinen Einsätzen beim Deutschen Roten Kreuz erzählt, dann tut er das mit Begeisterung und Enthusiasmus. Der Zugführer der Einsatzeinheit NRW MK 01 ist seit 18 Jahren beim Werdohler Ortsverein des DRK aktiv. „Das ist mehr als ein Hobby, das ist eine Berufung und eine ganz persönliche Aufgabe“, sagt Rausch.

Er hat Spaß am Ehrenamt und weiß, dass seine Hilfe und sein Einsatz gebraucht werden. „Natürlich ist nicht immer alles schön, was man sieht und mitbekommt, aber die Gewissheit, anderen Menschen helfen zu können, spornt uns an und ist Motor unserer Arbeit“, so der 33-Jährige.

Die Betätigungsfelder des DRK sind vielfältig. Ob Einsatzeinheit, Schnell-Einsatz-Gruppe oder der soziale Arbeitskreis. Bürger, die sich sozial engagieren möchten, können beim DRK Werdohl einen Platz finden, erklärt Sascha Rausch. Die Verantwortlichen des Ortsvereins haben haben jedoch akute Nachwuchssorgen. Momentan sind nur 15 ehrenamtliche Helfer beim DRK in Werdohl aktiv. „Das ist auf Dauer zu wenig, wir könnten spontan fünf neue Mitarbeiter gut gebrauchen“, weiß Stefan Egger, der als Bereitschaftsführer seit elf Jahren dabei ist. Gesucht werden Ehrenämtler in allen Bereichen: Bei den Sanitätsdiensten, der Blutspende, in der Breitenausbildung und der Spezialausbildung Technik und Sicherheit. „Ob man nun technisch begabt ist, sich sozial bei älteren oder kranken Menschen engagieren möchte oder im Katastrophenschutz aktiv werden möchte, für jeden ist etwas dabei“, erläutert Egger.

So waren die Einsatzgruppen des Ortsvereins zum Beispiel beim Brand in der Sommerstraße im Januar anwesend, um die Brandopfer zu betreuen. Zudem waren sie während des Loveparade-Unglücks 2010 als Einsatzreserve vor Ort. „Im Winter verteilen wir auf eingeschneiten Autobahnen auch schonmal heiße Getränke an die wartenden Autofahrer“, erzählt Rausch von seinen Einsätzen.

„Wir sind ein Haufen junger Leute, die meisten sind Mitte 20“, so Rausch weiter, „die Gemeinschaft gehört natürlich zum DRK dazu.“ Eine Begründung für den rücklaufenden ehrenamtlichen Einsatz der Bürger haben die beiden Werdohler nicht. Wahrscheinlich wüssten viele Leute gar nicht, dass man auch mit geringem Aufwand Menschen helfen kann, vermutet Egger. „Und natürlich bekommen wir für unseren Einsatz, der auch oftmals kräftezehrend und zeitraubend sein kann, kein Geld. Wir machen das aus purer Überzeugung“, erklärt der Bereitschaftsführer. Allerdings sei auch ein Dankeschön und das Gefühl, helfen zu können, Verdienst genug.

Bürger, die beim DRK tätig werden möchten, sollten 16 Jahre alt sein, soziales Engagement mitbringen und kontaktfreudig sein. Auf eine sechsmonatige Probezeit folgt die obligatorische Grundausbildung, auf die mit einer jeweiligen Fachausbildungen aufgebaut werden kann. Darüber hinaus treffen sich die Helfer alle 14 Tage zu Übungsabenden.

„Mit 65 Jahren ist die aktive Zeit beendet, dann betätigen sich die meisten im Arbeitskreis Soziales“, erklärt Rausch den weiteren Verlauf.

Der 33-Jährige weiter: „Wer einmal dabei ist, verlässt das DRK meist nicht wieder. Das ist eine Lebensaufgabe.“

Wer mehr über das DRK in Werdohl erfahren möchte, findet im Internet unter www.drk-werdohl.de hilfreiche Informationen.

Von Friederike Domke

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