Unlust am Ehrenamt bringt die FSV in Schwierigkeiten

Thomas Reiche (2. Sportlicher Leiter, 2.v.l.) und Maik Bora (Schatzmeister, r.) sind neu im Vorstand der FSV.

WERDOHL ▪ Die Verantwortlichen der FSV Werdohl sprachen am Freitagabend während der Jahreshauptversammlung unmissverständlich Klartext: Sollte die FSV ungebremst so weitermachen wie bisher, drohen irgendwann die Lichter auszugehen – ungeachtet der sportlichen Erfolge. Das unterstrich der Vorsitzende Burkhard Bora in seinem Jahresbericht und wurde von seinen Vorstandskollegen in seiner Einschätzung bestätigt. Bei der FSV Werdohl verteilt sich zu viel Arbeit auf zu wenige Schultern.

Das schwindende Interesse der Mitglieder an den außersportlichen Terminen drückte sich auch in der geringen Anzahl der Versammlungsteilnehmer aus. Die Offiziellen abgezogen, blieben kaum 30 Interessierte übrig. Uli Sauerborn, Sportlicher Leiter und Trainer der Landesliga-Mannschaft, erinnerte sich an Zeiten, als noch Stühle nachgeordert werden mussten, um alle Mitglieder im Saal unterzubringen. Am Freitag war das nicht nötig.

Die Lustlosigkeit am Ehrenamt zieht Konsequenzen nach sich. Klaus Sechtenbeck ist einer der ersten, der ein deutliches Zeichen setzte. Der Vorsitzende der Fußballabteilung im TuS Jahn Werdohl informierte kürzlich den FSV-Vorsitzenden Burkhard Bora darüber, dass er sein Führungsamt im Trägerverein und das Amt des Sozialwartes der FSV zukünftig nicht mehr ausüben wird. Die Zeit sei reif, Jüngere in die Verantwortung zu nehmen. Burkhard Bora kündigte seinen Ausstieg für 2012 an. „Ich habe lange überlegt, ob ich mich für eine weitere Periode als 1. Vorsitzender zur Verfügung stellen soll“, deckte der Kopf der FSV seine Gedanken auf. Bora stellte sich zur Wahl und wurde auch bestätigt. Auf den Posten von Klaus Sechtenbeck rückt Thomas Drost vor. Weil sich Kassenwart Wilhelm Wilms ebenfalls aus dem Trägervereinsvorstand zurückzieht, musste auch hier Ersatz gefunden werden. Uwe Krähahn wird die Aufgaben zukünftig übernehmen.

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