Ungünstige Witterung für Masten-Sanierung

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Die Arbeit an den Hochspannungsmasten ist hart: Hier in Pungelscheid wird die Grundierung aufgetragen.

Werdohl - Die Korrosionsschutzarbeiten an den 56 Masten der Enervie-Netzgesellschaft Vernetzt GmbH auf der Trasse zwischen Elverlingsen und Ohle verzögern sind um fast zwei Monate. Ursprünglich wollte die von der Enervie beauftragte Dülmener Spezialfirma Anfang September fertig werden, jetzt ist Ende Oktober angepeilt.

Grund für die Verzögerung ist die für diese speziellen Arbeiten ungünstige Witterung. Das erklärte jetzt Andreas Köster, Sprecher der Enervie in Hagen. Zu Beginn der Arbeiten Anfang August war die Witterung zu feucht. Regen ist ungünstig für die nötigen Trocknungsphasen der Anstriche. In den vergangenen zwei Wochen waren die Temperaturen zu hoch, die Farbe klebte sozusagen schon am Pinsel. Ungünstig ist auch der nächtliche Temperaturabfall. Die Stahlmasten sind morgens noch lange mit Tau bedeckt. Die Arbeiter können meistens nicht vor 9 Uhr beginnen. Auch das verkürzt die mögliche Tagesarbeitszeit.

Die Masten werden in drei Phasen bearbeitet. Zuerst werden sie in Handarbeit gereinigt. Eine ganze Kolonne Männer steigt in einen Mast und arbeitet mit mobilen Abschleifgeräten und Hochdruckreinigern. Roststellen werden freigelegt und vom alten Anstrich gereinigt. Danach wird ein Grundierungsanstrich aufgetragen, der zwischen drei und vier Tagen durchtrocknen muss. Im dritten und letzten Arbeitsschritt wird der Korrosionssschutzanstrich aufgetragen, der ebenfalls einige Tage trocknen muss. Gestrichen werden kann nur, wenn es danach ein paar Tage trocken sein wird. Die Firma muss also sehr genau auf die Witterungsverhältnisse achten.

Von den 56 Masten sind gerade einmal elf fertiggestellt, einige weitere sind grundiert. Die Firma Pelster aus Dülmen beschäftigt 15 Männer mit den Arbeiten und hat durch ein Subunternehmen noch weitere Kräfte hinzugezogen. Die Enervie hat Firma Pelster nicht nur mit den 56 Masten auf der Trasse zwischen Elverlingsen und Ohle beauftragt, gleichzeitig arbeitet Pelster auch an einer Trasse zwischen Hagen und Herdecke.

Begonnen haben die Arbeiter am Umspannwerk Elverlingsen und haben sich dann über den Abzweig Ütterlingsen bis zum Umspannwerk am Bahnhof vorgearbeitet. Die eigentliche Trasse führt über Pungelscheid bis auf Plettenberger Stadtgebiet nach Ohle. Für die Sanierung der Masten der drei Trassen Sauerland 1, 2 und 3 zahlt Enervie 320 000 Euro an das Dülmener Unternehmen.

Im regionalen Stromnetz dienen 27 Umspannwerke als zentrale Einspeiseknotenpunkte im rund 200 Kilometer langen Hochspannungs-Freileitungsnetz.

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