Nachts um 3 Uhr zwischen Anschlussstelle Holdorf und Rastplatz Dammer Berge

Unfall-Tragödie auf der A1: Werdohlerin stirbt an Weihnachten in ihrem Auto

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In diesen beiden Fahrzeugen verbrannten in der Heiligen Nacht zwei Menschen auf der Autobahn 1, darunter eine 54-jährige Werdohlerin. Ein Fahrzeug hatte sich gedreht und war mit dem anderen zusammengestoßen.

Werdohl - Bei einem Unfall auf der A1 zwischen der Anschlussstelle Holdorf und dem Rastplatz Dammer Berge ist bereits in den Morgenstunden des ersten Weihnachtstages neben einem 23-jährigen Mann, zu dessen Herkunft keine Informationen vorliegen, auch eine 54-jährige Frau aus Werdohl ums Leben gekommen. Die zuständige Polizei Osnabrück hatte zur Identität der beiden Todesopfer bislang keine Angaben gemacht.

Bei dem schweren Verkehrsunfall zwischen Osnabrück und Bremen in Fahrtrichtung Münster zwischen den Anschlussstellen Holdorf und Neuenkirchen/Vörden waren nach Polizeiangaben am 25. Dezember morgens gegen 3 Uhr ein Seat Ibiza und ein Ford Mondeo frontal zusammengestoßen.

Beide Fahrzeuge gerieten ca. fünf Kilometer vor dem Rastplatz Dammer Berge in Brand. Ersthelfern gelang es zwar noch, die Werdohlerin aus ihrem weißen Seat zu bergen, der Notarzt konnte aber nur noch ihren Tod feststellen.

Gutachter mit der Rekonstruktion des Unfalls beauftragt

Für den 23-jährigen Mann im Ford kam ebenfalls jede Hilfe zu spät, er verstarb laut Mitteilung der Polizei noch in seinem Auto. Beide Fahrzeuge wurden beschlagnahmt und ein Gutachter mit der Rekonstruktion des Unfalls beauftragt. Die A1 war bis nach 15 Uhr am ersten Weihnachtstag gesperrt geblieben.

Laut Berichten des NDR geht die Polizei nicht davon aus, dass es sich dabei um einen Geisterfahrer-Unfall gehandelt hat. Erste Überlegungen waren in diese Richtung gegangen. 

Zweites Auto fuhr offenbar in das erste hinein

Die Ermittler vermuten stattdessen, dass einer der beiden Pkw sich zunächst bei einem eigenen Unfall gedreht habe und der andere Wagen dann frontal gegen diesen Pkw fuhr. 

Der Unfall ereignete sich am ersten Weihnachtstag um drei Uhr in der Früh. Den Einsatzkräften bot sich ein grauenhaftes Bild.

Noch handele es sich dabei um eine Theorie, betonte ein Sprecher gegenüber dem NDR. Weitere Erklärungsansätze hätten die Ermittler bislang nicht. 

Auswertung der Auto-Untersuchung kann dauern

Belege erhofft sich die Polizei von Experten, die die beiden Fahrzeuge untersuchen. Bis entsprechende Auswertungen vorliegen, könne es aber vor Wochen dauern, hieß es. 

Jens Lindemann von der Feuerwehr Holdorf hatte noch in der Unfallnacht gesagt, dass es für die Einsatzkräfte eine Nachbesprechung geben sollte, um das Erlebte zu verarbeiten. Gerade an Weihnachten, in der Heiligen Nacht zum ersten Weihnachtstag, sei so ein Einsatz besonders schwer. 

Die Verstorbene ist am Dienstag in Werdohl beigesetzt worden.

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