Kleines Kulturforum zieht von der Goethestraße ins Bahnhofsgebäude

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Die Bauhofmitarbeiter Volker Dowy, Matthias Mille und Ernst Langer (von links) haben am Montag Kunstwerke, Gläser und vieles mehr von der Goethestraße ins Bahnhofsgebäude transportiert. Das Kleine Kulturforum ist umgezogen.

WERDOHL -  Mit dem steinernen Kunstwerk, das bisher den Eingangsbereich des Gebäudes Goethestraße 27 zierte, haben die Bauhofmitarbeiter ihre liebe Mühe. „Vorsicht, es ist das Lieblingsstück von Kuratoriumssprecher Jürgen Hennemann“, betont einer der fleißigen Umzugshelfer. Zu zweit wuchten die Männer das sichtliche schwere Sandstein-Exponat in die Höhe, um es dann im Transporter auf die Reise zum Bahnhof zu schicken.

Von Carla Witt

Montag ist das Interieur des Kleinen Kulturforums umgezogen. Fünf Mitarbeiter des Bauhofes haben Kunstwerke, Lampen, Kartons mit Gläsern und vieles mehr von der Goethestraße ins neue, größere Domizil am Bahnhof verfrachtet. Professionelle Hilfe erhielten sie von den Mitarbeitern des Transportunternehmens Schlotmann, die sich mit um den wohl unhandlichsten und schwersten Besitz der Vereins, das Klavier, bemüht haben.

Bereits am Nachmittag war die gesamte Habe des Kleinen Kulturforums wohlbehalten am Bahnhof angekommen, die Mitarbeiter des Bauhofes durften in den wohlverdienten Feierabend starten – die Vorstandsmitglieder des Kleinen Kulturforums müssen in den kommenden Tagen die Ärmel hochkrempeln: „Für uns geht die Arbeit jetzt richtig los“, sagt Dr. Hans Joachim Hultsch. Die Ehrenamtler müssen Porzellan einräumen, Regale anbringen, Kunstwerke einlagern und vieles mehr. Am Samstag – dann ist in den neuen Räumen des Kleinen Kulturforums ein Empfang für Sponsoren und Gönner des Bahnhoffestes geplant – wollen die Vorstandsmitglieder die neue Wirkungsstätte des Vereins den Gästen präsentieren.

„Spätestens am Sonntag müsste ohnehin alles fertig sein“, erinnert Dr. Hultsch an das Harfenkonzert mit Hanna Rabe, der Stipendiatin der Märkischen Kulturkonfernz (Beginn 11.30 Uhr). Künftig, so kündigt der Vorsitzende an, dürften sich die Freunde des Forums auf ein vielseitigeres Programm freuen. „Die neuen Räume eröffnen uns mehr Möglichkeiten als bisher“, stellt der Werdohler fest. So sei künftig beispielsweise möglich, auch einmal Künstler zu engagieren, „die schon auf der Welt herumgekommen sind“: „Wir können ihnen künftig eine Garderobe bieten, in der sich ordentlich schminken und in Ruhe umkleiden können“, unterstreicht er.

Bezüglich der Neuausrichtung habe der Vorstand natürlich „gewisse Vorstellungen“, die allerdings noch geheim bleiben sollten. Er werde aber im Rahmen seiner Eröffnungsansprache am Sonntag einige Details kundtun, kündigte der Vorsitzende des Kleinen Kulturforums an.

Mit Blick auf das künftig eingeschränkte Kulturangebotes seitens der Stadt Werdohl betonte Dr. Hultsch: „Wir können den Kulturbogen nicht ersetzen.“ Allerdings beinhalte die ersatzlose Streichung dieses Angebotes seiner Meinung nach auch einen erweiterten Aufgabenbereich für das Kleine Kulturforum. In diesem Zusammenhang bedauerte der Werdohler die Gestaltung der Bahnhofshalle, die von der Bäckerei Grote genutzt wird: „Für Veranstaltungen in größerem Rahmen ist sie nicht geeignet. Deshalb wird das Kleine Kulturforum dort nur sehr eingeschränkt tätig sein.“ Natürlich könne er aber nachvollziehen, dass die Halle nach den Wünschen des Bäckermeisters eingerichtet worden sei.

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