Gips im Farbeimer hilft bei der Entsorgung

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Der Werdohler Wolfgang Vogt (l.) hat am Dienstag das Schadstoffmobil besucht. Bei dieser Gelegenheit überreichten ihm die Umweltberater Viola Link und Michael Lücker das Abfall-ABC.

Werdohl -  „Normalerweise fragt jeder fünfte, ob er bei uns Dispersionsfarbe abgeben kann. Heute waren es nicht so viele“, stellt Florian Georg fest. Gemeinsam mit seinem Kollegen Ulrich König hat der Chemielaborant am Dienstag mit dem Schadstoffmobil des Märkischen Kreises auf dem Goetheparkplatz Station gemacht.

Dieses Mal hatten die Männer allerdings Verstärkung mitgebracht: Die Umweltberater Viola Link und Michael Lücker aus Lüdenscheid von der Verbraucherzentrale NRW informierten die Werdohler, wie schadstoffhaltige Abfälle fachgerecht entsorgt werden. Und sie gaben Tipps, wie solche Abfälle sogar gänzlich vermieden werden können.

„Wir möchten, dass schadstoffhaltige Haushaltsabfälle richtig entsorgt werden“, unterstrich Lücker. Reste von Desinfektionsmitteln, alkalischen Reinigern, Backofen- und Abflussreinigern und vieles mehr gehören auf keinen Fall in den Hausmüll. „Sie müssen fachgerecht entsorgt werden und können teilweise recycelt werden“, erklärte der Umweltberater.

Spezielle Rücknahmesysteme

Für einige Problemstoffe – etwa Altöl, Batterien und Energiesparlampen – gibt es inzwischen gesonderte Rücknahmesysteme. „Und Dispersionsfarbe gehört in den Hausmüll“,“ stellt Viola Link fest. Einer Werdohlerin, die eine große Farbmenge entsorgen wollte, konnte Lücker am Dienstag einen Tipp geben: „Streuen sie Gipspulver in die Farbe. Dann härtet sie schnell aus und kann in der Restmülltonne entsorgt werden.“

Auch Arzneimittel gehören in die Restmülltonne. „Da der Müll des gesamten Märkischen Kreises mittlerweile verbrannt und nicht mehr zur Deponie gebracht wird, kommen die Stoffe nicht mit dem Grundwasser in Kontakt“, erklärt Chemielaborant Florian Georg. Wer genau wissen möchte, welche Stoffe wie entsorgt werden sollten, kann dass im „Abfall-ABC für schadstoffhaltige Abfälle“ nachlesen.

Behälter immer fest verschließen

Einen – wichtigen – Tipp haben die Mitarbeiter des Schadstoffmobils und die Umweltberater allerdings noch auf Lager: Alle Stoffe sollten fest verschlossen beim Schadstoffmobil angeliefert werden. König erinnert sich an eine Dame, die im Kofferraum ihres Wagens Bitumen transportiert hat – in einem Eimer ohne Deckel. „Als sie ankam, war der Eimer natürlich umgekippt. Das Bitumen tropfte schon aus dem Kofferraum.“

Die Dame habe um ein Tuch gebeten, um die Flecken – und möglichst auch den Gestank – aus ihrem Auto entfernen zu können. Georg: „Ich musste ihr erklären, dass dieser Versuch sinnlos ist. Bitumen bekommt man nicht mehr weg.“

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