Umsatzeinbußen befürchtet

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Trafen sich gestern zu einem Pressetermin, um ihrem Unmut Luft zu machen: Die Werdohler Einzelhänder.

WERDOHL ▪ Nach den Organisatoren des Brücken-Bürger-Weinfestes und den Verantwortlichen des Werdohler Schützenvereins machten gestern zehn Werdohler Einzelhändler ihrem Unmut über die Terminplanung der Wohnungsgesellschaft Werdohl (Woge) für die Veranstaltung „Genuss am Fluss“ am kommenden Wochenende Luft. Die Händler aus der Innenstadt befürchten auf Grund ausbleibender Kundschaft Umsatzeinbußen.

„Wir waren sehr irritiert, als wir gehört haben, dass der Termin für ‘Genuss am Fluss’ auf den verkaufsoffenen Sonntag fällt. Wir haben hohe Personalkosten und sehr viel für Werbung ausgegeben“, kritisierte WK-Geschäftsführer Manfred Beiske gestern im Rahmen einer Pressekonferenz den Woge- Geschäftsführer Ingo Wöste, der auch der Werdohl Marketing vorsteht.

„Für uns sind die verkaufsoffenen Sonntage wichtig“, sagte Kerstin Bathe vom gleichnamigen Sportgeschäft. „Genuss am Fluss“ sei eine tolle Veranstaltung, doch das kommende Wochenende biete sicherlich nicht die einzige Schönwetterperiode.

Zudem kritisierte die Mehrheit der Einzelhändler, dass am kommenden Sonntag auch in Plettenberg die Geschäfte geöffnet seien. „Das wird uns wehtun. Viele Kunden kommen aus Plettenberg“, so Manfred Beiske. Die Termine hätten zwischen der Werdohl Marketing und den Verantwortlichen aus der Nachbarstadt besser abgestimmt werden müssen. Zudem beklagten einige der Werdohler Geschäftsleute, dass das Netzwerk Einzelhandel als Rahmenprogramm für den verkaufsoffenen Sonntag gern die Bimmelbahn und eine Musikgruppe engagieren wollte. Doch dies sei aus Kostengründen von der Werdohl Marketing abgelehnt worden. „Noch am gleichen Tag ist bei uns die Mail eingetrudelt, dass am letzten April Wochenende das Mega-Event ‘Genuss am Fluss’ stattfindet“, das in Kooperation mit dem Stadtmarketing veranstaltet wird“, so Beiske. Das habe bei den Händlern Unverständnis hervorgerufen. Schließlich sei der Verein „Natürlich Werdohl“ – diesem gehören die Einzelhändler an – eine der drei Säulen des Stadtmarketings.

Anna Becker von der Brillen-Boutique vertrat hingegen eine andere Meinung: „Ich finde das nicht in Ordnung Herrn Wöste so anzugreifen. Ich sehe Synergie-Effekte. Wir werden als Einzelhändler von ‘Genuss am Fluss’ beim verkaufsoffenen Sonntag profitieren. Wir sollten den Sonntag abwarten und dann ein Resümee ziehen“. Die übrigen Einzelhändler sahen das anders. „Wer erst an der Lenne isst und trinkt, geht nicht noch in der Stadt einkaufen“, war sich Manfred Beiske sicher. zudem lägen die Veranstaltungen zu weit auseinander. Ingo Wöste – er nahm nicht an dem Gespräch teil – kann den Unmut der Einzelhändler verstehen: „Das ist unglücklich und nicht gut gelaufen. Wir werden bei ‘Genuss am Fluss’ auf den verkaufsoffenen Sonntag hinweisen“. Es seien keine finaziellen Mittel aus dem Stadtmarketing-Etat in die Woge-Veranstaltung geflossen. ▪ ute

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