Feindecke erst im neuen Jahr

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Die neue Busspur ist gut zu erkennen, ebenso der neue Bussteig rechts im Bild. Noch ist die Baufirma mit den Arbeiten beschäftigt, gestern wurde die Tragschicht asphaltiert. ▪

WERDOHL ▪ Beim Bahnhof dauert alles etwas länger, auch die Baustelle am Busbahnhof. Das ist aber dem kurzen Wintereinbruch vergangenen Woche geschuldet. Bis Weihnachten dürften die Arbeiten an der neuen Busspur nicht gelingen.

Gestern waren die Männer der Firma Ossenberg dabei, Ränder und Untergründe mit groben Asphalt zu füllen. Bernd Mitschke, Leiter der Abteilung Bauen, hatte noch vor kurzem davon gesprochen, dass die Baustelle im Zeitrahmen liege, wenn nicht der Winter dazwischen komme. Das war in der vergangenen Woche der Fall, so dass die Neuenrader Baufirma Ossenberg erst gestern wieder die Arbeit aufnehmen konnte. Die Feindecke könne bei dieser Witterung auf keinen Fall aufgebracht werden, so Mitschke gestern, das soll erst im kommenden Jahr geschehen. Das hieße aber nicht, dass die neue Busspur nicht schon genutzt werden könne.

Der Busbahnhof sollte in Absprache mit der MVG so umgestaltet werden, dass jetzt sämtliche Busse gleichzeitig an mehreren Busspuren halten können. Das vereinfacht das Umsteigen zwischen einzelnen Buslinien und zwischen Zug und Bus. In der Übergangsphase war die zusätzliche Busspur behelfsmäßig direkt vor dem Bahnhof angelegt. Im Zuge der Bahnhofssanierung müssen aber direkt vor dem Bahnhof Parkplätze für Gäste erhalten bleiben, die zum Beispiel das neue Bistro besuchen wollen.

Neu eingerichtet werden im Zuge der Bauarbeiten mehrere so genannte „Kiss and Ride“-Parkplätze oder „Absetzer“-Parkflächen. Die Buchten entstehen auf dem ehemaligen Grünstreifen zwischen dem Busbahnhof und dem Aldi-Parkplatz. Die notwendige Fläche hatte die Stadt von Aldi abgekauft. Durch den Wegfall des Grünstreifens wirkt das ganze Gelände strukturierter als vorher. Wie eine Inselbastion bleibt der Obst- und Gemüsehändler vor dem Aldi-Markt. Das Grundstück ist im privaten Besitz und Aldi hatte schon alles erdenkliche versucht, um das Gelände zu bekommen. Jetzt wird um den Gemüsemarkt herum asphaltiert.

Von Volker Heyn

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