Umfangreiche Bauarbeiten: Versetal droht Verkehrschaos

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Die Stützmauer entlang der Verse ist abgängig und muss ersetzt werden.

Werdohl - Schlechte Nachrichten für viele Werdohler, Pendler und Lastwagenfahrer kommen vom Landesbetrieb Straßen.NRW. Die im Bereich Eveking geplanten Arbeiten an und entlang der Bundesstraße 229 werden deutlich umfangreicher ausfallen als noch im Februar angekündigt.

Für einen Zeitraum von wahrscheinlich mehr als einem Jahr wird die wichtige Verkehrsachse zwischen Lüdenscheid, der Autobahn 45 und Werdohl im Baustellenbereich nur einspurig befahrbar sein. 

Denn während der gesamten Bauphase muss der Verkehr über eine mobile Ampelanlage geregelt werden, wie Karl-Josef Fischer, Pressesprecher der für Werdohl zuständigen Regionalniederlassung Südwestfalen von Straßen.NRW, auf Anfrage unserer Zeitung erklärte. Lange Rückstaus und ein Verkehrschaos im Versetal scheinen damit vorprogrammiert. Schließlich ist ein Ausweichen des Schwerlastverkehrs über den Höhenweg als Alternativroute nicht möglich, weil dieser für größere Lastwagen gesperrt ist. 

Stützmauer muss ersetzt werden

Etwa zwischen der Abzweigung Kirchstraße und dem Gewerbepark Eveking lässt der Landesbetrieb auf einer Länge von 211 Metern eine talseitig entlang der Verse verlaufende Stützmauer erneuern, weil diese abgängig sei. War dieses Vorhaben bereits bekannt, plant Straßen.NRW darüber hinaus mittlerweile auch umfangreiche Straßenbau- und Kanalarbeiten in diesem Bereich. 

„Auf einem Stück von 550 Metern lassen wir den kompletten Straßenaufbau vom Schotter bis zu den verschiedenen Asphaltschichten erneuern“, sagte Fischer. Zudem seien Kanalbaumaßnahmen erforderlich, weil das Oberflächenwasser der Straße derzeit Richtung Verse abgeführt wird, was künftig nicht mehr möglich sei. „Wir müssen die Straßenentwässerung erneuern, damit das Wasser anschließend ins Kanalnetz eingeleitet wird“, erklärte Fischer. 

Derzeit werde in der Regionalniederlassung Südwestfalen die Ausschreibung des Projekts vorbereitet, so dass eine Angebotsabgabe von Unternehmen vor den Sommerferien erfolgen soll. „Läuft alles planmäßig, können wir wahrscheinlich im Herbst mit den vorbereitenden Arbeiten wie der Entwässerung beginnen“, sagte Fischer. Ursprünglich sah der Zeitplan vor, mit der Maßnahme im Sommer loszulegen. 

Kosten von knapp 3 Millionen Euro 

Der Rückbau der Stützmauer mit dem folgenden Ersatzneubau sowie den begleitenden Straßenbau- und Kanalarbeiten soll nach derzeitigem Stand ab Frühjahr 2019 erfolgen. „Wir kalkulieren mit einer Bauzeit von neun Monaten, so dass das gesamte Projekt zum Jahresende 2019 abgeschlossen wäre“, sagte Fischer. Eine längerfristige Vollsperrung der Bundesstraße sei nicht angedacht. „Eventuell werden kurzzeitige Vollsperrungen über das Wochenende erforderlich, wenn der neue Asphalt eingebaut wird“, so Fischer. 

Der Ersatzneubau der Stützmauer kostet rund zwei Millionen Euro. Die weiteren Arbeiten hat der Landesbetrieb mit 800.000 bis 900.000 Euro veranschlagt.

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