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Umbaupause: Enervie-Schwertransport passt nicht durch Engstelle

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Der Schwertransport wird vor der Baustelle in Eveking verkürzt, um diese Engstelle überhaupt passieren zu können.

Werdohl – Schwertransport in der Nacht zu Mittwoch: Ein Lastwagen hat einen weiteren neuen Netztransformator für den Energieversorger Enervie in das Umspannwerk am Werdoher Bahnhof gebracht. Wir waren dabei und haben uns ein Bild davon gemacht, mit welchen Problemen ein solcher Schwertransport einhergeht:

Pünktlich am späten Dienstagabend postieren sich die Wagen mit der Aufschrift „Schwertransport“ an beiden Enden der Baustelle zur Errichtung einer neuen Stützmauer an der Verse entlang der Bundesstraße 229. Denn der Lastwagen, der einen weiteren neuen Netztransformator für den heimischen Energieversorger Enervie in das Umspannwerk am Werdohler Bahnhof bringen soll, muss hier zunächst eine Zwangspause einlegen. 

Aus Richtung Lüdenscheid kommend, muss der Schwertransport an der Baustellen-Engstelle in Eveking zunächst verkürzt werden. Bis zu dieser Stelle besteht der Transport aus der Zugmaschine, an deren Schwanenhals der Anhänger befestigt ist. Dieser besteht zunächst aus einem Teil mit vier Achsen. Es folgt die eigentliche Ladefläche. Auf dieser befindet sich der tonnenschwere neue Trafo für die Enervie-Station am Bahnhof. Den Abschluss bildet wieder ein Teil mit vier Achsen. 

Vier Achsen werden ausgebaut

Um die Baustelle passieren zu können, werden die ersten vier Achsen ausgebaut, was gut eine Stunde dauert. Denn der Schwerlasttransport wäre in Gänze zu lang für den knappen Kurvenradius innerhalb der Baustelle, würde sich aufgrund der zu schmalen Fahrbahnbreite verkanten. Also fahren die besagten Achsen voran. Dann kommt der restliche Transporter – im Schritttempo. 

Hinter der Baustelle – auf Höhe der Evekinger Turnhalle – werden die Achsen wieder eingebaut. Dazu wird die Zugmaschine samt Schwanenhals vom Rest abgekoppelt. Der Transporter samt Trafo bleibt auf der Straße stehen. Die Zugmaschine fährt auf den Parkplatz vor der Turnhalle und koppelt die dort wartenden Achsen wieder an. Schließlich wird der auf der Fahrbahn wartende Teil des Ungetüms wieder angehängt. 

Bis zu drei Stunden Zeitverlust

Zweieinhalb bis drei Stunden verliert der Schwerlasttransport aufgrund der Baustelle an Zeit. Allein der Aus- beziehungsweise der Wiedereinbau der Achsen verschlingt jeweils eine volle Stunde. Doch immerhin funktioniert in dieser Nacht alles reibungslos und gemäß Zeitplan. Am frühen Mittwochmorgen ist das Umspannwerk schließlich erreicht. 

Die Arbeiten sind notwendig, um das Versorgungsnetz auf einen neueren technischen Stand zu bringen und auch weiterhin eine sichere und zuverlässige Versorgung der Bevölkerung mit Strom zu gewährleisten. 

Enervie investiert 1,5 Millionen Euro

Die Netzgesellschaft Enervie Vernetzt des heimischen Versorgers aus Hagen investiert insgesamt rund 1,5 Millionen Euro in diesen Transformatorenaustausch zur Sicherung und Modernisierung ihres Hochspannungsnetzes. Neben einer verbesserten technischen Ausstattung und angepassten Leistungsfähigkeit wird das Unternehmen gleichzeitig den an diesen Transformatoren erforderlichen Wartungsaufwand in Zukunft spürbar senken können

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