Umbaumanagerinnen haben Arbeit aufgenommen

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Die Stadtumbaumanagerinnen Anna Schwengers (rechts) und Anne Behlau sind von der Offenheit der Werdohler angetan: „Wir werden hier sehr herzlich begrüßt.“ ▪

WERDOHL ▪ Angetan von der Offenheit und Freundlichkeit der Werdohler haben die Stadtumbaumanagerinnen Anne Behlau und Anna Schwengers ihre Arbeit in der Innenstadt aufgenommen. Besonders viel los war gestern am Markttag.

„Wir werden hier sehr herzlich begrüßt“, sagt die 28-jährige Schwengers, die wie ihre Kollegin Behlau (38) ausgebildete Diplom-Ingenieurin für Raumplanung ist. Die beiden Frauen arbeiten an zwei Tagen 24 Stunden pro Woche in Werdohl. Sie sind bei der steg Stadterneuerungs- und Stadtentwicklungsgesellschaft NRW angestellt, über Mittel aus dem Stadtumbau West wird ihre Arbeit als Stadtumbaumanagerinnen in Werdohl finanziert. Zwei Jahre werden die beiden Dortmunderinnen den Umbau begleiten.

Ihre Arbeit haben sie schon zum 1. September aufgenommen, den ersten Monat brauchten sie, um sich zu sortieren. Das Stadtumbaubüro in der Freiheitstraße wurde am verkaufsoffenen Sonntag vom Bürgermeister eröffnet, beim Tag der offenen Tür kamen die ersten Gäste und Interessenten. Am Dienstag bei der ersten offiziellen Sprechstunde und zur Öffnungszeit am gestrigen Markttag sammelten die beiden Frauen erste Eindrücke von ihrer zukünftigen Kundschaft.

Die meisten Besucher seien neugierig und wollten wissen, was die Aufgaben der beiden Stadtumbaumanagerinnen sind. Behlau: „Viele wollen sich einfach nur über uns und den Stadtumbau informieren.“ Es gebe aber auch ganz konkretes Interesse vor allem am Fassaden- und Hofflächenprogramm. „Gleich am Sonntag haben sich Innenstadtbewohner die Richtlinien für die Fassadensanierung mitgenommen“, so Schwengers.

Beide haben ähnliche Projekte in anderen Städten begleitet. Von daher klingt es wie Lob, wenn Behlau sagt, dass die Werdohler im Stadtumbaubüro wenig herummeckern. Bislang seien keine Beschwerden eingegangen – für die die beiden im Übrigen auch gar nicht zuständig sind. In anderen Städten hätte erstmal ein Anschauungsobjekt fertig sein müssen, um das Interesse der Bewohner auf den Stadtumbau zu lenken. „Hier kommen die Leute in freundlichem Ton und haben schon sehr konkrete Nachfragen“, berichten die beiden über ihre ersten Erfahrungen in Werdohl, und: „Die Bürger haben offensichtlich das Gefühl, dass es hier voran geht.“

Konkret bewerben die steg-Mitarbeiterinnen das Fassadenprogramm. 35 000 Euro liegen bereit, um nach bestimmten Richtlinien an sanierungswillige Innenstadt-Eigentümer verteilt zu werden. Während diese Richtlinien bereits feststehen, wird an den Ausführungsbestimmungen für den so genannten Verfügungsfonds noch gearbeitet. Gestern besprachen Behlau und Schwengers Einzelheiten dazu mit dem Bürgermeister. Wann die Richtlinien verabschiedet werden, konnte gestern noch nicht gesagt werden.

Aus dem Verfügungsfonds stehen Fördermittel für Ideen und bauliche Verbesserungen im öffentlichen Raum zur Verfügung. Daraus kann es auch einen Zuschuss zum Beispiel für Aktionen wie Straßenfeste oder Marketingaktionen geben.

Alle Mittel werden nur an den Stadtumbaubereich vergeben, also die Innenstadt und den Bahnhofsbereich. Maßnahmen für Ütterlingsen, das ebenfalls im Stadtumbaugebiet liegt, werden mit dem dortigen Quartiersmanagement abgesprochen. Behlau und Schwengers stehen natürlich im wöchentlichen Kontakt mit dem neuen Werdohler Stadtplaner Stefan Groß. Von Volker Heyn

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