Ulmer Drehleiter in Werdohl

Die Drehleiter der Werdohler Feuerwehr ist am Wochenende ins Stammwerk nach Ulm gefahren worden und wird dort repariert. Im Gegenzug nahmen Wehrleiter Manfred Theile ein Leihfahrzeug (Foto) mit Ulmer Kennzeichen zurück nach Werdohl.

WERDOHL -  960 Kilometer ist Feuerwehrchef Manfred Theile am Wochenende gefahren – allerdings nicht mit dem Auto, sondern mit Drehleitern. Unterstützt von einem anderen Brandbekämpfer hat er das Hubrettungsfahrzeug der Werdohler Wehr nach Ulm gebracht, in die Werkstatt der Herstellerfirma Iveco-Magirus. Zurück fuhren die Blauröcke mit einer Ersatzdrehleiter, die jetzt in Werdohl zur Verfügung steht.

Bereits im März hatte Theile im Rahmen einer Hauptausschusssitzung berichtet, dass das imposante Feuerwehrfahrzeug mit der Bezeichnung DLK 23-12 CC repariert werden muss. Er erläuterte den Kommunalpolitikern, dass die Arbeiten nur im Stammwerk in Ulm durchgeführt werden könnten. Eine näher gelegene Fachwerkstatt hätte den Auftrag mit dem Hinweis abgelehnt, dass die technischen Möglichkeiten für die Reparatur nicht vorhanden seien.

„Jetzt werden die vier Stützen erneuert“, berichtet der Feuerwehrchef im Gespräch mit unserer Zeitung. Zudem würden Arbeiten am Fahrgestell ausgeführt und korrosive Teile ausgewechselt. Nachdem eine Rostschutzlackierung aufgebracht wurde, sollen einige Stellen des gut 15 Jahre alten Fahrzeugs nachlackiert werden. Sechs Wochen sind insgesamt eingeplant.

„In dieser Zeit steht uns die Ersatzdrehleiter zur Verfügung“, stellt der Stadtbrandinspektor fest. Deren Grundkonstruktion entspreche in Bezug auf die Bedienweise dem Werdohler Modell. „Das war uns sehr wichtig, damit die Drehleitermaschinisten nicht komplett neu geschult werden müssen“, sagt der Feuerwehrchef.

Kleine Unterschiede gibt es aber dennoch. Deshalb waren gestern am frühen Abend alle heimischen Brandbekämpfer zu einer Schulung am Gerätehaus in der Stadtmitte eingeladen.

„Alle sollen den gleichen Wissensstand haben“, erklärt Theile – und weist auf die Bedeutung des Fahrzeugs für die Wehr und die Bevölkerung hin: „Die Drehleiter ist ein zweiter Rettungsweg.“ Mit den mobilen Leitern seien die höher gelegenen Etagen mancher Hochhäuser in der Stadt nicht erreichbar. Theile: „Deshalb brauchen wir hier vor Ort unbedingt eine Drehleiter.“

Für die Reparatur des Werdohler Feuerwehrfahrzeugs DLK 23-12 CC sind insgesamt 50 000 Euro veranschlagt. Hinzu kommen die Kosten für die Anmietung der Ersatzdrehleiter, die sich für sechs Wochen auf 9500 Euro belaufen sollen.

Von Carla Witt

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