Ütterlingser unterzeichnen für den Erhalt der Schule

Peter Guder, in Ütterlingsen aufgewachsen, hat gestern im Stadtteiltreff bei Silke Kreikebaum (re.) und Dilek Kaya für den Erhalt des Schulstandortes unterschrieben. ▪ Heyn

WERDOHL ▪ Bislang mehr als 100 Ütterlingser haben in den vergangenen Tagen ihre Unterschrift für den Erhalt einer Grundschule in ihrem Stadtteil gegeben.

Quartiersmanagerin Silke Kreikebaum, bei der Wohnungsgesellschaft mit Landesmitteln zur Strukturförderung in dem Bezirk angestellt, hatte die Idee zu dieser Unterschriftenaktion. Bekanntlich gibt es ein starkes Interesse der Evangelischen Kirchengemeinde, die in Ütterlingsen angesiedelte konfessionelle Grundschule zurück in die Stadt und in Kirchennähe zu holen. Kreikebaum hebt in ihrer Unterschriftensammlung allerdings nicht auf die Konfession ab, ihr geht es um den Schulstandort an sich. In unserer Zeitung hatte sie sich Kritik von Thomas Janikowski anhören müssen, dem Vorsitzenden der Werdohler Bürgergemeinschaft. Im Namen der Ratsfraktion hatte er nachgefragt, ob sich die Wohnungsgesellschaft durch die SPD instrumentalisieren ließe. Aufgrund eines mit Mehrheit von SPD und FDP gefassten Ratsbeschlusses war die evangelische Schule erst im vergangenen Jahr aus der Stadtmitte nach Ütterlingsen verlegt worden.

Kreikebaum war froh über die Stellungnahme der WBG: „Das hat die Ütterlingser auf den Plan gerufen.“ Etliche seien aufgrund der Leserbriefe ganz gezielt gestern in den Treff in der Ladenzeile gekommen, um zu unterschreiben. Kreikebaum: „Viele sind aufgeregt. Sie sprechen von Geldverschwendung, wenn die Schule abgezogen würde.“ Sie versteht sich als Initiatorin, um den Ütterlingsern Gehör zu verschaffen. Sie kanalisiere die Meinung, dass der Stadtteil eine Grundschule brauche, in die Form einer Unterschriftenliste. „Wenn jemand anfängt, dann sind viele bereit mitzumachen.“ Kreikebaum will die Unterschriften dem Bürgermeister übergeben, möglichst noch vor dem ersten Treffen der Arbeitsgruppe „Schule Ütterlingsen“.

Kein Blatt vor den Mund nahm gestern Peter Guder, in Ütterlingsen aufgewachsen und Vorsitzender des Schwimmvereins 08 Werdohl: „Die Grundschule muss hierbleiben.“ Nur für die Unterschrift ist er gestern früh hergekommen. Ob es unbedingt eine konfessionelle Schule sein muss, lässt er dahingestellt. Es gehe darum, den aufstrebenden und jungen Stadtteil mit Leben zu erfüllen. Dazu gehöre eben eine Grundschule. Für ihn als Schwimmer ist die Nähe der Schule zum Freibad natürlich auch ein Argument. ▪ heyn

Die Liste liegt montags und mittwochs von 9 bis 12 Uhr im Ütterlingser Stadtteilbüro aus.

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