Ütterlingser Schulhof soll Freizeit-Quartier werden

David R. Froessler von der Innovationsagentur Stadtumbau NRW (rechts) war gespannt, was sich die Ütterlingser bei der Neugestaltung des Schulhofes der evangelischen Grundschule wünschen.

WERDOHL ▪ „Nicht alles, was gewünscht sein mag“, erklärte Stadtplaner Stefan Groß, „wird auch umsetzbar sein.“ Schließlich habe der Schulhof der evangelischen Grundschule eine besondere Topografie mit Hanglage. David R. Froessler von der Innovationsagentur Stadtumbau NRW beschwichtigte jedoch: „Für alles, was wir dort nicht umsetzen können, finden wir aber vielleicht auch andernorts noch Grundstücke.“ Von Michael Koll

So listeten dann gestern Nachmittag neun Anwohner ihre Ideen auf für das rund 10 000 Quadratmeter große Areal rund um die evangelische Bildungseinrichtung: Ein Skaterpark, ein Freiluft-Kino, ein Spielplatz für Kleinkinder mit einem Sandkasten, diverse Bänke und eine Boule-Bahn für Senioren, ein Verkehrsübungsplatz für Fahrräder und Go-Carts sowie außerdem mehrere Spielgeräte zum Klettern und Verstecken.

Darüber hinaus sei es aber auch wünschenswert, den Platz so zu gestalten, dass er nutzbar sei, um dort Feste zu veranstalten oder Public Viewings bei Sport-Großveranstaltungen stattfinden zu lassen.

Im Januar wird ein weiterer Termin stattfinden. Dann werden Groß und Froessler sich mit den Besuchern des Schrottkellers unterhalten, um heraus zu finden, welche speziellen Wünsche die Jugendlichen für das neu zu schaffende Freizeit-Quartier haben.

Da Erwachsene in Ütterlingsen aber befürchten, dass Jugendliche auf dem Schulhof Alkohol konsumieren oder dass es zu Vandalismus kommt, sollten – so Froessler – Bewegungsmelder auf dem Areal installiert werden.

Erregt wurde dann allerdings diskutiert, als das Thema auf Hunde und deren Besitzer kam. In Ütterlingsen seien wohl viele Haustierbesitzer nicht willens oder in der Lage, die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner zu entfernen. Während Froessler deshalb vorschlug, einen Hundespielplatz auf dem Schulhof auszuweisen, waren einige andere der Meinung: „Das muss ein Hunde-freier Bereich werden.“ Froessler beruhigte: Der Bereich solle – ähnlich wie eine Wohnung – aufgeteilt werden in verschiedene „Zimmer“ für unterschiedliche Bedürfnisse.

Im Vorfeld des Treffens am gestrigen Nachmittag hatte Stadtteilmanagerin Silke Kreikebaum mehrere Collagen entgegen genommen. Auf diesen hatten die Mädchen und Jungen der Kindertagesstätte Wunderkiste ihre Wünsche für die geplante Freizeitfläche zusammen getragen. Die Ideen reichten von einer Wippe über ein Beach-Volleyball-Feld bis hin zu einem großen Trampolin.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare