NHZ Ütterlingsen als Vorbild

WERDOHL ▪ „Es soll hier genauso losgehen wie in Ütterlingsen“, setzt sich Sandra Ormeloh vom Nachbarschaftshilfezentrum (NHZ) Pungelscheid eine Maßgabe. Vor wenigen Tagen hat die bei der Stadtklinik Werdohl angestellte Mitarbeiterin auch die Leitung an der Iserschmittstraße übernommen. Damit ist sie jetzt für beide Einrichtungen der Woge Ansprechpartnerin. Das Zentrum in Ütterlingsen leitet sie bereits seit 2009. Von Volker Heyn

Die Häuser in Ütterlingsen und Pungelscheid gehören der Wohnungsgesellschaft, die pflegerischen Dienste leistet die Stadtklinik. In beiden werden etwas unterschiedliche Konzepte gefahren. Während in Ütterlingsen das Haus neu eingerichtet wurde und Bewohner mit Pflegebedarf einziehen konnten, wurde in Pungelscheid ein Haus mit Bestandsmietern in ein NHZ umgewandelt. Deshalb ist an der Iserschmittstraße der Bedarf an Pflegedienstleistungen noch nicht so hoch: Sechs der Mieter lassen sich durch Ormeloh und ihre Mitarbeiterinnen betreuen. Die meisten im Haus sind so fit, dass sie keine Hilfen in Anspruch nehmen müssen. In Ütterlingsen beanspruchen zwölf Mieter Hilfen.

Ormeloh hatte die Leitung in Pungelscheid von einer Mitarbeiterin übernommen, die aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr zur Verfügung steht. Ormeloh ist gelernte Industriekauffrau und Quereinsteigerin in den Beruf. Im Moment absolviert sie eine berufsbegleitende Ausbildung zur Fachbegleiterin für Menschen mit Demenz.

In Ütterlingsen steht der Woge Silke Kreikebaum als Quartiersmanagerin zur Verfügung, diese Stelle gibt es in Pungelscheid nicht. Damit das soziale Leben in der Nachbarschaft der Iserschmittstraße erblüht, lädt Ormeloh für Freitag, 25. Mai, alle Pungelscheiderinnen und Pungelscheider zum ersten Frühlingsfest ins NHZ ein. Von 15 bis 18 Uhr sollten alle aus dem Stadtteil vorbeischauen und Kontakt aufnehmen, es gibt Kaffee, Kuchen und Waffeln, Kinderschminken und natürlich viel Gelegenheit für Gespräche und Informationen.

Integrationsarbeit auch in Pungelscheid

Seit Februar wird am NHZ auch in Sachen Integration gearbeitet. Anja Meurer aus Pungelscheid, Mutter und engagierte Christin in der evangelisch-freikirchlichen Gemeinde, bietet seit Anfang Februar einen Deutschkurs für türkische Frauen an. Acht bis neun Frauen kommen regelmäßig mittwochs von 10 bis 11.30 Uhr, um besser mit der deutschen Sprache zurecht zu kommen. Meurer hat aus persönlichem Interesse mehrere Jahre Türkisch an der Volkshochschule gelernt. Warum? „Um die Türken zu verstehen und mit ihnen über den Glauben sprechen zu können.“

Sie erlebt es als einen Vorteil, dass sie selbst noch viele Fehler im Türkischen mache: „Die Frauen müssen sich deshalb für ihre Fehler nicht schämen.“ Zum Werdohler Integrationsprojekt Wip el ele und dessen Leiter Uwe Wiederspahn hat sie auch schon Kontakt aufgenommen, schließlich müssen ein paar Lehrmittel für die Frauen bezahlt werden.

NHZ Ütterlingsen: Tel. 0 23 92/80 70 40, NHZ Pungelscheid: Tel. 0 23 92/50 70 941.

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