Ütterlingsen: WBG kritisiert Unterschriftenaktion

Silke Kreikebaum (r.) startete am 5. Februar eine Unterschriftenaktion, als sie den neuen Ütterlingser Bürgertreffpunkt vorstellte.

WERDOHL ▪ Thomas Janikowski, Vorsitzender der WBG, kritisiert im Namen der Ratsfraktion die Unterschriftenaktion der Stadtteilkoordinatorin Silke Kreikebaum zum Erhalt des Grundschulstandortes Ütterlingsen.

Er schreibt: „Zum zweiten Mal mischt sich die Wohnungsgesellschaft (Woge) in Sachen evangelische Grundschule in die Werdohler Kommunalpolitik ein. Diesmal nicht direkt durch ihren Geschäftsführer Ingo Wöste. Am Samstag vor einer Woche startete Stadtteilmanagerin Silke Kreikebaum von der Wohnungsgesellschaft eine Unterschriftenaktion zum Erhalt des Schulstandorts Ütterlingsen. Ingo Wöste erklärte hierzu, die Unterschriftenaktion ginge nicht von der Woge aus, sondern würde nur geduldet. Frau Kreikebaum sei dort zwar angestellt, ihr Arbeitsplatz würde jedoch zu 70 Prozent durch Landesmittel finanziert. Zu ihrem Aufgabengebiet gehöre es, sich mit den Sorgen und Problemen der Ütterlingser Bevölkerung zu befassen und diese zu unterstützen. Herr Wöste wolle sich nicht dem Vorwurf aus Düsseldorf aussetzen, Frau Kreikebaum in ihrer Arbeit zu behindern.

Es sei darauf hingewiesen, dass die Ministerpräsidentin zur Zeit von der SPD gestellt wird. Und die Werdohler SPD war es, die in der letzten Legislaturperiode im Werdohler Schulausschuss gemeinsam mit der FDP, ohne Befragung der Betroffenen und gegen den Willen von Eltern und Schule, den Umzug von der Stadtmitte nach Ütterlingsen im Handstreich beschloss.

Die Unterschriftenaktion wurde von Frau Kreikebaum im Vorfeld nicht angekündigt. Dennoch zählten der SPD-Fraktionsvorsitzende Cornelius Böttcher, der SPD-Vorsitzende Späinghaus und SPD-Ratsherr Swaczyna zu den ersten, die ihre Unterschrift leisteten.

Unwillkürlich stellt sich einem die Frage: Wird hier wirklich nur Bürgerwille unterstützt oder unterschrieben hier die eigentlichen Initiatoren der Aktion? Eine zweite Frage entsteht hierdurch von selbst: Lässt Woge-Geschäftsführer Wöste sich und seine Woge durch die Werdohler Genossen instrumentalisieren?

Wohlgemerkt, dies sind nur Fragen und ein Schelm sei, wer Böses dabei denkt.“

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