THW ortet Erdbebenopfer in Elverlingsen

THW-Mitglieder aus den Mitgliedsverbänden des Geschäftsstellenbereichs Dortmund übten am Samstag in Elverlingsen. Der Geisterstadtteil eignet sich gut dafür.  Foto: Hornemann

WERDOHL/ALTENA -  Früh am Samstagmorgen wurden THW-Mitglieder von Werne bis Halver aus dem Bett geklingelt: Erdbebenalarm im Werdohler Stadtteil Elverlingsen. Das erforderte den Einsatz von 100 Mitgliedern, die mit schwerem Gerät anrückten. Das überraschende Übungsszenario endete aber glücklich.

Zwei Verletzte waren am Mittag schon geborgen und die Einsatzkräfte hatten sich das vom Roten Kreuz angeliefertes Stärkungspaket redlich verdient. Mit Hunden hatten sie sich am Vormittag auf die Suche nach verletzten Personen in den laut Einsatzszenario schwer beschädigten Häusern gemacht. Die Fachgruppe Wasser hielt das Katastrophengebiet per Boot von der Lenne aus im Auge, Sondertrupps kümmerten sich um die Beseitigung von Gaslecks und die Versorgung der Einsatzstelle mit Licht und Strom.

Von den Gerätekraftwagen luden die Helfer schweres Gerät wie Meißel und Bohrhammer ab, um sich im Trümmerfeld bewegen zu können. Die oberste Führung hatte die Geschäftsstelle Dortmund, die den Halveraner THW-Zugführer Matthias Oelke zum Einsatzkoordinator ernannte. Er hatte unterhalb des Kraftwerks mit Kollegen eine Stabsstelle eingerichtet, mit deren Hilfe jeder Handgriff saß.

„Die Mitglieder der hier anwesenden Ortsverbände haben vorher nichts von der Übung gewusst“, erklärte Oelke. Nötig sind sie allerdings in unregelmäßigen Abständen, auch wenn nicht immer gleich ein schlimmes Unglück die Helfer auf den Plan rufen muss. Erdbeben passieren selten, aber dass auf die schnelle mal eine Fahrzeugdekontaminationsstelle eingerichtet werden muss, kann durchaus passieren in Anbetracht des Gefahrstoffaufkommens auf den Straßen. Auch der Aufbau dieser Einheit wurde am Samstag in Elverlingsen geübt.

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