Überstunden für die Wahl

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Die Mitarbeiterinnen des Einwohnerbüros Jutta Schmidt, Elke Theurich, Heike Milch und Natascha Gröne (von links) stehen in diesem Jahr erstmals für Fragen rund um die Wahl, insbesondere zum Briefwahlverfahren, zur Verfügung.

WERDOHL ▪ Organisieren, sortieren, Fragen beantworten – im Vorfeld der Landtagswahl am 13. Mai herrscht im Rathaus reges Treiben. Insbesondere das Zusammentrommeln der Wahlhelfer und das Bearbeiten der Briefwahlunterlagen nimmt viel Zeit in Anspruch.

In den vergangenen Jahren wurde eigens für die Wahl eine Person angestellt, die im Ratssaal für Fragen rund ums Wahlverzeichnis und die Briefwahl zur Verfügung stand. In diesem Jahr gibt es jedoch eine Veränderung. „Jetzt kümmern sich die Mitarbeiterinnen aus dem Einwohnerbüro um das Briefwahlverfahren und stehen für Fragen zur Verfügung. Wir können dadurch Personalkosten sparen“, erklärt Ordnungsamtsleiterin Andrea Mentzel. Auch ihre Bürotür steht für Fragen offen.

Für Natascha Gröne, Jutta Schmidt, Elke Theurich und Heike Milch aus dem Einwohnerbüro kommen durch die zusätzliche Aufgabe einige Überstunden zusammen, denn die Frauen dürfen natürlich ihre eigentliche Arbeit nicht vernachlässigen.

Unter anderem müssen jetzt die Wahlhelferlisten zusammengestellt werden. Insgesamt werden für den 13. Mai 161 Helfer benötigt. Bislang kann Andrea Mentzel 83 feste Zusagen verzeichnen. Die 21 Wahllokale und vier Briefwahllokale sollen mit einem Wahlvorstand und dessen Stellvertretern, einem Schriftführer samt Stellvertreter und mindestens drei Beisitzern in zwei Schichten belegt werden.

Neben städtischen Beschäftigten und Ratsmitgliedern übernehmen insbesondere Freiwillige aus der Bevölkerung die Aufgaben der Wahlhelfer. „Man muss 18 Jahre alt und deutsch sein und wenn möglich in Werdohl wohnen. Wer sich freiwillig meldet, wird von uns auch genommen und möglichst wohnungsnah eingesetzt. Wir haben gerne junge Menschen dabei, um sie an die Wahl heran zu führen. In diesem Jahr sind aber leider nur wenig Jüngere dabei“, bedauert Mentzel. Bislang hätten noch nicht alle Helfer ihre Unterlagen zurückgeschickt. Es sei aber wichtig, das so schnell wie möglich zu tun, um eventuelle Ausfälle ausgleichen zu können. Für den Wahltag erhalten die Helfer 21 Euro.

Einen großen Aufwand bildet die Abwicklung der Briefwahlen. Andrea Mentzel rechnet damit, dass von den insgesamt 12 311 Wahlberechtigten in Werdohl knapp 4 000 Bürger auf die Briefwahl zurückgreifen.

Kurz vor dem 13. Mai müssen die Wahllokale mit Tischen, Kabinen und Material ausgestattet werden. „Auch das nimmt einige Stunden in Anspruch“, weiß Mentzel. Zudem warten die Parteien darauf, ihre Wahltafeln zugeteilt zu bekommen. Dabei stehe der Partei, die bei der vorherigen Wahl die meisten Stimmen erhielt, die größte Fläche zu.

Derzeit warten die Beteiligten noch auf die Stimmzettel. Die konnten erst Anfang der Woche in den Druck gehen: „Der Verlag hat uns aber versprochen, die ersten Zettel im Laufe der Woche zu liefern. Die werden dann für die Briefwahlen verwendet.“ ▪ jape

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