Mann greift sofort zur Kamera

Hobbyangler macht überraschenden Fang in der Lenne

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Dieses Tier zog der Hobbyangler aus der Lenne. 

Werdohl – Hobbyangler Stefan Lässig konnte sein Glück am 1. Mai kaum fassen: Er war morgens um 8 Uhr zur Lenne gegangen, warf seine Angelrute aus und badete einen Wurm im Flusswasser.

Gerade einmal eine halbe Stunde später holte er einen ausgewachsenen Stör an Land. 

„Dabei sind die sonst nur in der Ost- und Nordsee zu finden. Vielleicht schwimmt mal einer in einem großen Fluss wie der Donau. Aber doch nicht in unserer kleinen Lenne“, stellt der Hobbyangler fest. 

Prachtexemplar misst 70 Zentimeter

Lässig griff schnellstens zur Handykamera und lichtete das Prachtexemplar ab. Dann schnappte er sich sein Maßband und stellte fest: Der Stör war mit einer Körperlänge von 70 Zentimetern nicht mehr im Jugendalter. Dann warf er den Fisch zurück ins Wasser, „denn er steht ja unter Schutz und muss wieder ausgesetzt werden.“ 

Diesen Stör hat Stefan Lässig aus der Lenne geholt.

Der Freizeitangler beobachtete seinen Glücksfang weiterhin. „Eine halbe Stunde lang musste er sich wohl erholen. Aber dann sah ich, wie der Stör ganz langsam wieder in die Tiefe ging.“ 

Sofort den helleren Bauch bemerkt

Es war für Stefan Lässig ein Erlebnis, das er so schnell nicht wieder vergessen wird. „Ich habe meine Angel einfach erst einmal auf Grund gelegt. Als ich dann an der Rute zog, dachte ich: Da ist doch eine Gegenwehr.“ Nachdem er den Fisch aus dem Wasser geholt hatte, bemerkte er sofort den helleren Bauch. „Ich vermutete aber zuerst, ich hätte eine Forelle gefangen.“ 

Die Lenne hat für Angler offenbar Überraschungen zu bieten.

Der Stör, den der Hobbyangler im nächsten Moment erkannte, „ist hier im Sauerland eine echte Rarität im Wasser“. Stefan Lässig angelt inzwischen immerhin seit 45 Jahren, seit drei Jahren ist er Mitglied des ASV Lennetaler Sportfischer. Er stellt fest: „Einen Stör habe ich in der Lenne mit eigenen Augen jetzt zum ersten Mal gesehen.“ 

Experte vermutet: Tier wohl ausgesetzt

Martin Heyn, Gewässerwart der IG Lennetaler Sportfischer, ist sich sicher: „Der Stör ist in die Lenne gesetzt worden. Er stammt vielleicht aus einem Gartenteich.“ Er unterstreicht: „Natürliche Vorkommen gibt es hier nicht.“ Es sei sehr unwahrscheinlich, dass es dieser Art gelinge, die Lenne hoch zu wandern. „Es gibt zwar inzwischen viele Fischtreppen, aber nicht alle funktionieren.“

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