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Überörtliche Hilfe: Feuerwehren berichten von Waldbrand in Plettenberg

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Von: Carla Witt, Peter von der Beck

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Das Tanklöschfahrzeug 4000 der Löschgruppe Affeln (hier rechts im Bild) ist besonders geländegängig und war eins von vielen Fahrzeugen, die in Plettenberg unterstützten.
Das Tanklöschfahrzeug 4000 der Löschgruppe Affeln (hier rechts im Bild) ist besonders geländegängig und war eins von vielen Fahrzeugen, die in Plettenberg unterstützten. © Johannes Opfermann

„Gleich bei der Fahrt zur ersten Einsatzstelle war ich schockiert. Der Rauch war so dicht, dass gleich klar war: ,Hier sind wir noch lange beschäftigt’“, blickt Markus Jacoby auf den Brand im Naturschutzgebiet Bommecke zurück.

Werdohl/Neuenrade – Der stellvertretende Zugführer des Löschzugs Kleinhammer war am Montag mit etwa 24 Kameraden in der Nachbarstadt, um die Plettenberger gemeinsam mit vielen anderen Wehren zu unterstützen.

Nach der Alarmierung um 14.40 Uhr sammelten sich die Aktiven des Löschzuges Kleinhammer und der Löschgruppe Brüninghaus, um dann gemeinsam zum Schulzentrum Böddinghausen zu fahren. Dort wurden die Werdohler Helfer eingeteilt: Ein Teil unterstützte die Wasserversorgung im Pendelverkehr, andere stellten den Grundschutz in Plettenberg sicher – sie hätten eingegriffen, wenn es einen weiteren Einsatz in der Nachbarstadt gegeben hätte. „Das war zum Glück aber nicht der Fall“, blickt Jacoby zurück.

Jeweils 2000 Liter Wasser transportierte das Hilfeleistungseinsatzfahrzeug (HLF) der Werdohler zu mehreren Stellen im Wald. Bei einer der ersten Fahrten trafen die Werdohler auf ein wanderndes Pärchen, das durch die große Feuerwehrpräsenz stark verunsichert war. „Wir haben die Beiden mitgenommen und aus dem Wald gefahren.“

Jacoby berichtet, dass der Einsatz teils auch körperlich sehr anstrengend gewesen sei: „Einige unserer jungen Kameraden haben im Wald Schlauchmaterial in der prallen Sonne den Berg hochgetragen. Sie waren abends fix und fertig Das durften sie auch sein.“

Die Ablösung für den Löschzug Kleinhammer und die Löschgruppe Brüninghaus kam unter anderem aus Menden. „Um 22 Uhr war für uns Schluss. Um 22.45 Uhr waren wir am Gerätehaus und haben noch das Nötigste aufgeräumt“, sagt Jacoby.

Unterstützung für die Plettenberger Feuerwehr gab es ab Montagmittag, in der Nacht zu Montag und auch am Dienstag von der Freiwilligen Feuerwehr Neuenrade. Wie der Leiter der Neuenrader Feuerwehr, Karsten Runte, erläuterte, habe man mit dem Tanklöschfahrzeug (TLF) 4000 der Löschgruppe Affelnund dem TLF 3000 des Löschzugs Stadtmitte den Plettenbergern bei ihrem Löscheinsatz geholfen. Neun Freiwillige Feuerwehrleute waren dabei involviert, erläuterte der Neuenrader Feuerwehrchef.

Die Zahlen sind durchaus beeindruckend: Rund 150 Kubikmeter Wasser habe man im Pendeleinsatz bislang vom Verfügungsraum am Plettenberger Schulzentrum bis zur Brandeinsatzstelle gefahren, sagte Runte am Dienstagmittag. Das alles sei von den Plettenbergern entsprechend koordiniert worden. Mit Löscharbeiten habe man die Neuenrader nicht befasst. „Wir haben unser Löschgerät abgegeben, ansonsten haben wir für Löschwasser gesorgt.

9000 Liter können wir in einer Fuhre mit den beiden Fahrzeugen heranschaffen.“ Das sei im Pendelverkehr im Rahmen einer Einbahnstraßenregelung erfolgt. An einem Hydranten nahe des Schulzentrums habe man das Wasser abgezapft und das vor Ort dann in ein großes Löschwasserbecken mit Schwimmkragen gefüllt.

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