Prozessbeginn vor Landgericht

Bewaffneter Überfall auf Werdohler Spielhalle: Das erwartet die Angeklagten

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Der Überfall auf diese Spielhalle in der Werdohler Innenstadt vor fast einem Jahr wird jetzt vor dem Hagener Landgericht verhandelt.

Werdohl - Vor dem Landgericht Arnsberg beginnt am Dienstag, 22. Januar, ein Prozess gegen zwei Werdohler, denen zur Last gelegt wird, eine Spielhalle in der Innenstadt überfallen zu haben.

Einer der beiden, ein inzwischen 31 Jahre alter Mann, war damals von der Polizei auf der Flucht festgenommen worden. Er ist nun ebenso wie ein 19-jähriger Mitangeklagter vor der großen Jugendkammer des Landgerichts angeklagt. 

Die beiden sollen am 8. Februar vergangenen Jahres kurz nach Mitternacht eine Spielhalle an der Stadtbrücke in Werdohl überfallen haben. Der Jüngere soll die Spielhalle als vermeintlicher Kunde beobachtet haben und seinem Mittäter um kurz nach Mitternacht per SMS das Signal gegeben haben, dass keine weiteren Kunden mehr anwesend seien. 

Angestellte mit Pistole bedroht

Daraufhin soll der heute 31-jährige maskiert und mit einer Softairpistole bewaffnet die Spielhalle betreten und dort eine 47-jährige Angestellte bedroht und zur Herausgabe von Geld aufgefordert haben. Auf diese Weise sollen die Angeklagten 410 Euro erbeutet haben. Während der maskierte Täter vom Tatort geflüchtet sein soll, soll der 19-Jährige als vermeintlicher Zeuge vor Ort auf die Polizei gewartet haben. 

Beide Angeklagte sind nicht vorbestraft und befinden sich auf freiem Fuß. Der 31-jährige wurde schon kurz nach dem Überfall im Bereich des Rathauses gefasst, er soll die Tat eingeräumt haben. 

Der gesetzliche Strafrahmen sieht – bei dem 19-Jährigen nur für den Fall der Anwendung von Erwachsenenstrafrecht – bei der als schwere räuberische Erpressung angeklagten Tat im Grundsatz eine Freiheitsstrafe von drei bis 15 Jahren vor. Ein minder schwerer Fall wäre nach dem Gesetz milder zu bestrafen. Für das Verfahren sind zwei Verhandlungstage angesetzt

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