Über 2500 Wähler haben sich bereits entschieden

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Ursula Michna, Wahlamtsmitarbeiterin, bestückte gestern die Kartons mit den erforderlichen Unterlagen für die 17 Wahllokale. ▪

WERDOHL ▪ Von den insgesamt 12 589 wahlberechtigten Werdohlern hatten bis Mittwochnachmittag bereits 2562 Personen ihre Stimme zur Landtagswahl abgegeben. „Das läuft nicht schlecht“, resümierte Ordnungsamtsleiterin Andrea Mentzel. Die Anzahl der für die bevorstehende Landtagswahl abgegebenen Briefwahlunterlagen liege, verglichen mit anderen Wahlen, absolut im Durchschnitt.

Wie viele Bürger am kommenden Sonntag in den Wahllokalen ihre Kreuzchen machen werden, lässt sich allerdings nur schwer vorhersagen. Die insgesamt 17 Wahllokale im Stadtgebiet werden bis 18 Uhr den Gang in die Wahlkabine ermöglichen. Die Stadtverwaltung hat sich bemüht, für möglichst viele Wahlorte einen barrierefreien Zugang zu schaffen – 13 von ihnen werden problemlos mit einem Rollstuhl zu erreichen sein. Das sind: Aufenthaltsraum städt. Bauhof, Wichernhaus, Kath. Grundschule Stadtmitte, Fa. Meschede, Gaststätte Ütterlingser Krug, Freibadgaststätte, Gaststätte Altenmühle, Gaststätte Olbrich, Grundschule Kleinhammer, Raum Awo-Kindergarten Pungelscheid, Ev. Familienzentrum, Schulzentrum Riesei, Grundschule Königsburg, Turnhalle. Vor diesem Wahllokal wird Infratest Dimap eine Wählerbefragung durchführen, die in die Wahlprognose der ARD um 18 Uhr einfließen wird – eine Teilnahme ist freiwillig und erfolgt anonym.

Bei den übrigen vier Wahllokalen war es wegen der örtlichen Gegebenheiten nicht möglich, diese barrierefrei einzurichten: Haus Werdohl, Rathaus Einwohnerbüro und Trauzimmer sowie die Gaststätte Danziger Hof.

Auf die genannten Wahllokale verteilen sich 135 Wahlhelfer, ohne die ein reibungsloser Ablauf gar nicht möglich wäre. „Wir haben jedes Mal sehr viele Freiwillige, die sich für diese Aufgabe melden“, berichtete Andrea Mentzel. Auf einen festen Pool an Freiwilligen darf sie hierbei allerdings nicht zurückgreifen –  das wäre rechtswidrig. Um die geforderte Anzahl an Wahlhelfern zu erreichen, wurde in der Stadtverwaltung zudem eine Urlaubssperre verhängt. „Unsere Bediensteten sind fast vollständig im Einsatz“, weiß die Ordnungsamtsleiterin. Dennoch reichte die Anzahl an Wahlhelfern zunächst nicht aus. Mittels Zufallsprinzip wurden aus der Einwohnerdatei 20 Personen zu diesem Ehrenamt berufen. „Diese Aufgabe ist verpflichtend und kann nur aus wichtigem Grund abgelehnt werden“, erklärte Andrea Mentzel.

Die wohl wichtigste Aufgabe kommt auf die Ehrenamtler am Sonntag nach der Schließung der Wahllokale zu – die Auszählung der Stimmen. „Die ist im Übrigen öffentlich“, betont die Ordnungsamtsleiterin. Wer also bei einer Auszählung live dabei sein möchte, kann sich beim Wahlvorstand, egal welchen Wahllokales, melden. Bürger haben aber auch die Möglichkeit, sich am Wahlabend ab 18 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses über die Wahlergebnisse zu informieren. Erste Hochrechnungen erwartet Andrea Mentzel erst gegen 19.15 Uhr. „Diesmal müssen zwei Stimmen ausgezählt werden. Das ist einfach zeitaufwendiger.“ ▪ sr

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