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U3-Betreuung: Fehlende Plätze bereiten Kopfzerbrechen

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Von: Volker Griese

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Spielende Kindergartenkinder
Immer mehr Eltern nehmen Betreuungsangebote auch schon für Kleinkinder unter drei Jahren in Anspruch. © Dpa

Wie ist es um die Versorgung der ganz jungen Werdohler mit Kindergartenplätzen bestellt? Dieser Frage wird der Jugendhilfeausschuss in seiner nächsten Sitzung am Dienstag, 15. November nachgehen.

Werdohl ‒ Die Stadtverwaltung hat für die Sitzung die Kindergartenbedarfsplanung für 2023/24 erstellt. Der liegen die Geburtenzahlen aus dem Zeitraum zwischen dem 1. Oktober 2017 und dem 30. September 2022 zugrunde. Die Planung berücksichtigt also also alle Werdohler Kinder im Alter von einem bis fünf Jahren. Nach den Zahlen der Verwaltung sind dies insgesamt 994 Mädchen und Jungen.

Etwa 40 Prozent dieser Kinder sind jünger als drei Jahre. Für die Stadt ist das durchaus eine relevante Zielgruppe, denn seit 2013 haben auch einjährige Kinder bereits einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz. „Eltern nehmen mit immer mehr Selbstverständlichkeit Plätze auch für unter dreijährige Kinder in Anspruch“, heißt es deshalb auch in einem Beratungspapier, das den Ausschussmitgliedern vorliegt.

Für die knapp 1000 Kinder stehen in Werdohl neun Kindertagesstätten zur Verfügung; darüber hinaus gibt es diverse Betreuungsangebote von Tageseltern. In den Kitas stehen insgesamt 607 Betreuungsplätze zur Verfügung.

Allein für Kinder unter drei Jahren gibt es 118 Plätze. Damit ergibt sich für das Kindergartenjahr 2022/23, dass nur für etwa 30 Prozent der U3-Kinder ein Betreuungsplatz vorhanden ist.

Für Kinder ab drei Jahren stehen in ganz Werdohl 514 Kita-Plätze zur Verfügung. Damit kann der Bedarf zu 85 Prozent gedeckt werden.

In allen Stadtteilen, insbesondere in Pungelscheid, sei die Bedarfsdeckungsquote im Vergleich zum laufenden Jahr niedriger, hat die Stadtverwaltung für 2023/214 errechnet. Im ganzen Stadtgebiet sei die Quote um acht Prozent gesunken. Im U3-Bereich sei sie dagegen nur geringfügig gesunken und in den Stadtteilen Pungelscheid und Ütterlingsen sogar angestiegen. Somit könnten fehlende Plätze in anderen Stadtteilen ausgeglichen werden.

Mit den Zahlen und den Unwägbarkeiten bei der Bedarfsplanung wird sich der Jugendhilfeausschuss am Dienstag ab 17 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses auseinandersetzen. Die Sitzung ist öffentlich.

Erst vor wenigen Wochen haben sich Vertreter von Kirche und Stadt für einen Erhalt der Kita St. Bonifatius in Eveking eingesetzt. Der bisherige Träger der Einrichtung möchte die Kita abstoßen.

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