Turner des TuS Jahn Werdohl mit Problemen

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Vorsitzender Rudolf Völker beim nicht nur positiven Jahresbericht.

WERDOHL -   „Wenn uns der Nachwuchs fehlt, fehlen uns später auch die älteren Jugendlichen“, bat Rudolf Völker, Vorsitzender der Turnabteilung des TuS Jahn Werdohl, eingangs der Jahreshauptversammlung um kreative Lösungen, um das Nachwuchsproblem angehen zu können.

Kooperationen mit Schulen könnten nicht angeboten werden, da Übungsleiter fehlten, die in den Mittagsstunden Zeit für ein mögliches Training haben, erinnerte er die zwölf anwesenden Mitglieder. „Vielleicht findet sich eine Mutter, die selbst Kinder an der Ganztagsschule hat und bereit wäre einzuspringen“, kann sich Völker eine Lösung vorstellen.

Auch die Mitgliederzahl der Abteilung stimmte den Vorsitzenden nicht allzu positiv. Im Vergleich zum Vorjahr sank diese von 489 auf 449 Turner. Ein möglicher Grund hierfür könnte die Beitragserhöhung gewesen sein, mutmaßte Völker. Dennoch sei das sportliche Angebot in der Turnabteilung immer noch breit gestreut, wie auch sein Jahresrückblick erkennen ließ.

„Die Beteiligung ist sehr zufriedenstellend“, berichtete der Vorsitzende über das Mutter- und Kindturnen. Zehn bis zwölf Mütter und ihre Sprösslinge sorgen regelmäßig für jede Menge Trubel in der Sporthalle. Ungetrübter Beliebtheit erfreue sich auch die Frauengruppe. „Mit aktuell fünf Gruppen bewegt sie sich bei Gymnastik, Aerobic und Stepaerobic.“ Die Mittwochsfrauengruppe finde wieder regelmäßig statt, so Völker. „Gut besucht sind auch die Fitness-Kurse oder Workout-Kurse.“

Fleißig trainieren zudem die Mitglieder der Männergruppe, wie die Versammlung erfuhr. Zwar ist die Gruppenzahl stabil, dennoch wäre es schön „wenn einige jüngere Männer hinzukommen würden“, lud Völker Interessierte zu einem Schnuppertraining ein.

Einen guten harmonischen Übungsbetrieb bescheinigte er außerdem der Tanzgruppe Rot Weiß – auch „hier wäre es wünschenswert, wenn noch einige Paare hinzukämen“. Ein Wunsch, dem sich die zehnköpfige Prellballgruppe anschließt, die in der vergangenen Saison an keinem ausgeschriebenen Turnier teilnehmen konnte. Hervorragende Arbeit werde in der Koronarsportgruppe geleistet, betonte Völker. Zwei Gruppen trainieren regelmäßig. „Es hat sich auch in den Rehabilitationskliniken herumgesprochen, dass hier eine gut Reha-Arbeit geleistet wird“, so der Abteilungsleiter.

Neben seinem Dank an alle Vorstandsmitglieder, Übungsleiter, Helfer, Freunde und Gönner der Turnabteilung für die geleistete Arbeit im abgelaufenen Vereinsjahr bat Völker vor allem die nicht anwesenden aktiven Mitglieder darum, sich Gedanken über ein mögliches Engagement als Vorstandsmitglied oder Übungsleiter zu machen: „Eins kann ich versprechen, ins kalte Wasser wird niemand geworfen.“

Grund zur Sorge bereitet der Abteilung die bevorstehende Hallennutzungsgebühr ab 2014. Pro Jahr müsse die Turnabteilung mehr als 3000 Euro aufbringen. Eine erneute Beitragserhöhung soll aber ausgeschlossen werden, zumal erst im vergangenen Jahr die „Preise“ angehoben wurden. „Wir müssen uns ernsthaft Gedanken zur Einsparung machen“, bat Völker auch hier um kreative Vorschläge.

Keine Veränderungen ergaben die Wahlen der Abteilung. In ihren Ämtern bestätigt wurden Jürgen Haarpain (zweiter Kassenwart), Ulrike Schiller (Frauenwartin), Rosi Müller (Turnwartin), Franz Holland (Männerturnwart), Gerd Schoene (erster Spielwart) und Jürgen Rösner (Fachwart Tanzen). Von Susanne Riedl

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