Turk spendet Kreis-Altenaer-Eisenbahn-Sammlung

WERDOHL ▪ Heinz-Werner Turk interessiert sich für die Historie seiner Heimat, stöbert nur all zu gern durch alte Bilder mit Ansichten der Region – Züge und Loks müssen nicht immer darauf zu finden sein, um seine Aufmerksamkeit zu erwecken. Er richtet den Blick aber auch in die Zukunft.

Von Markus Jentzsch

Heinz-Werner Turk hat sich deshalb entschieden, dem Heimatverein Werdohl seine gesammelten Werke zu überlassen. Das teilte er am Donnerstagabend im Vorfeld seines Vortrags in der Stadtbücherei den rund 100 Gästen und Heiner Burkhardt, dem Vorsitzenden des Heimatvereins, mit.

Bis zu seinem Ableben wird Turk sich aber weiterhin um die Sammlung kümmern, ehe sie endgültig in den Besitz des Heimatvereins übergehen wird. Bis dahin wird Turk die rund 900 Fotografien, Dokumente, Fahrkarten und Bücher, die die Entstehung, Entwicklung und den Betrieb der Kreis-Altenaer-Eisenbahn (KAE) dokumentieren, aufbewahren. Sie stünden dem Heimatverein aber jederzeit zur Verfügung, erklärte Turk. Mit dieser Regelung sei sichergestellt, dass die Sammlung der Stadt Werdohl auf Dauer erhalten bleibe und das läge ihm doch am Herzen.

Kaum hatte Heinz-Werner Turk „die Bombe platzen lassen“, war er auch schon wieder in seinem Element. Thema des Vortrags in der glänzend besuchten Stadtbücherei war die Kreis-Altenaer-Eisenbahn. Turk nahm seine Gäste mit auf eine Reise von Werdohl nach Altena, Lüdenscheid, Schalksmühle, Halver und zurück nach Werdohl. Viele im Publikum erinnerten sich während des Vortrags an die „gute, alte Zeit“ und ergänzten Turks Ausführungen mit ihrem Wissen.

Turk hatte eine interessante Foto-Show zusammengestellt, zeigte eine Vielzahl von Schwarz-Weiß- aber auch einige Farb-Fotografien, Zeichnungen sowie Gemälde und Skizzen von Gleisverläufen. So konnte er jedem im Saal die damalige Zeit, in der die KAE das Leben in der Region maßgeblich prägte, näher bringen. Fahrpläne aus dem 19. Jahrhundert, die Bedeutung der Kneipen für den Fahrscheinverkauf, die vielen Unfälle der Bahn oder die Wagen mit separatem Posteinwurfschacht – das waren nur einige der Aspekte, mit den Heinz-Werner Turk seinen Vortrag würzte. Im Anschluss nutzten einige Besucher die Möglichkeit, noch ausgiebig zu fachsimpeln.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare