Tumulte beim Werdohler Shanty-Chor

+
Präsentierten sich im Anschluss an die Jahreshauptversammlung: Die neu gewählten Vorstandsmitglieder des Shanty-Chores Werdohl. ▪

WERDOHL ▪ Am heutigen Donnerstag jährt sich die Gründung des Shanty Chores Werdohl zum dritten Male. Das ist ein Wunder, lagen sich die Mitglieder doch bei jüngsten Jahreshauptversammlung am Dienstagabend im Restaurant Versevörder Hof wieder einmal bei jedem Tagesordnungspunkt minutenlang in den Haaren.

Sogar über die Schriftgröße der auf den Tischen ausgelegten Tagesordnungen gab es Diskussionen. Disziplin und Ordnung im Verein wurde von vielen Seiten aus angemahnt – ob beim Betreten einer Bühne, beim Singen oder bei den Proben.

Sogar die Sängerfahrt nach Dahme, die Vorsitzender Harald Müller bei seinem Jahresrückblick als Highlight hervor hob, brachte die Shanty-Sänger in den Clinch. Der eine mag einen Ausflug gerne – wie geschehen – mit einem Auftritt verbinden. Der nächste will auf Tour nur Spaß haben und nicht auch noch singen müssen. Der Dritte schließlich möchte gerne Shantys zum Besten geben, aber nicht im Norden Deutschlands – wo Shanty-Chöre üblicherweise zu finden sind.

Niemand der gut 35 Anwesenden konnte am Dienstag einen Redebeitrag in Ruhe zu Ende bringen. Es wurde stets dazwischen gerufen. Andere hörten den Vereinskollegen einfach nicht zu. So wurden viele Dinge immer wieder wiederholt. Am Ende dauerte die Versammlung gute zwei Stunden.

Im Rahmen der Generalversammlung erinnerte Chorleiter Karl Neuhaus an mehr als 30 Auftritte in den zurückliegenden zwölf Monaten. Er betonte: „Wir sind auch im Ausland – etwa in Altena – bekannt.“

Bei seinem Ausblick erklärte er, dass im Laufe des Jahres 2012 zu den aktuell 28 Stücken, die die Chormitglieder derzeit proben, noch zwei weitere hinzukommen sollen. Bei 30 solle aber erst einmal ein Schnitt gemacht werden, um die Lieder richtig einzustudieren.

Bei den anschließenden Wahlen gab es auch wieder Tumulte: Der 1. Notenwart, Gerd Düsenberg, der eigentlich gar nicht zur Wahl stand, sondern noch bis Ende 2012 im Amt war, erklärte zunächst seinen Rücktritt. Letztlich ließ er sich dann – trotzdem es mittlerweile einen Gegenkandidaten gab – wieder wählen. Der 2. Notenwart, Diethelm Putz, der erneut kandidieren wollte, zog sein Interesse an dem Amt allerdings zurück, als ein Gegenkandidat aufgestellt wurde. Zum Abschluss der Veranstaltung wurden noch Termine bekannt gegeben – natürlich nicht ohne dass sie lautstark diskutiert wurden: Zwei Auftritte stehen in Altena auf dem Programm, am 10. und am 19. Februar. Am 18. Februar findet das chorinterne Grünkohlessen statt. Am 26. Februar geht ein Konzert in Ohle über die Bühne.

Die nächste Chorstunde findet am Dienstag, 20. Dezember, im Versevörder Hof statt. ▪ Michael Koll

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare