Bad noch nicht betriebsbereit

Trotz sinkender Corona-Zahlen: Freibad-Öffnung „frühestens Mitte Juni“

Noch trägt Schwimmmeister Leonard Reich Gummistiefel und Friesennerz, um die Becken sorgfältig mit dem Hochdruckreiniger zu säubern. Ab Mitte Juni könnte er aber am Beckenrand stehen um so die Sicherheit der Badegäste zu gewährleisten – wenn die Inzidenz mitspielt.
+
Noch trägt Schwimmmeister Leonard Reich Gummistiefel und Friesennerz, um die Becken sorgfältig mit dem Hochdruckreiniger zu säubern. Ab Mitte Juni könnte er aber am Beckenrand stehen um so die Sicherheit der Badegäste zu gewährleisten – wenn die Inzidenz mitspielt.

Das Ütterlingser Freibad wird momentan aus seinem langen Winterschlaf befreit: „Am 10. Mai haben wir mit dem Auswintern und der Pflege der Anlage begonnen“, berichtet Frank Schlutow, Chef der Werdohler Bäderbetriebe.

Dass sich die Gäste – wenn auch coronabedingt erneut verspätet – auf den Start der Freibadsaison freuen können, scheint inzwischen relativ sicher zu sein. Allerdings: „Wann wir öffnen, das wissen wir noch nicht“, stellt Schlutow fest.

Die gesamte Planung stehe und falle mit der Inzidenz im Märkischen Kreis. Und diese sei gerade erst unter den kritischen Wert von 100 gesunken, erinnert Schlutow. „Und niemand weiß, ob das so bleibt oder ob die Zahlen noch einmal ansteigen“, verdeutlicht der Bäderchef das Planungs-Dilemma. Schnellen die Zahlen noch einmal in die Höhe, müsste das Bad im schlimmsten Fall für die Öffentlichkeit wieder geschlossen werden. Denn: bei einer Inzidenz über 100 sind im Freibad lediglich Schwimmkurse für Kleinkinder und Schwimmanfänger mit höchstens 20 Teilnehmern erlaubt. Das ist in der Coronaschutz-Verordnung des Landes NRW festgeschrieben, die seit dem 15. Mai gültig ist.

Liegewiesen müssen noch geschlossen bleiben

Liegt die Zahl unter 100 aber über 50 dürfen Freibäder zur Sportausübung öffnen, die Liegewiesen müssen geschlossen bleiben. Schwimmer müssen einen negativen Schnell- oder Selbsttest vorweisen können.

Das „Auswintern“ ist vor allem ein großer Frühjahrsputz. Doch nicht nur Anlagen werden gereinigt, auch die Pflege der Umlage hat schon begonnen.

Liegt die Inzidenz unter 50 steht einem erholsamen Badaufenthalt nichts mehr im Weg, die Liegewiesen dürfen in Beschlag genommen werden. Die Testpflicht für Badegäste bleibt bestehen.

Rahmenbedingungen noch unklar

Frank Schlutow geht momentan davon, „dass wir frühestens Mitte Juni öffnen“. Allerdings könne noch niemand etwas zu den Rahmenbedingungen sagen, die dann zu beachten seien. „Aktuell gehe ich davon aus, dass wir unter ähnlichen Bedingungen öffnen dürfen wie im vergangnen Jahr.“ Das würde unter anderem bedeuten: Die Anzahl der Besucher ist begrenzt, Abstandsregeln müssen eingehalten, die Maskenpflicht beachtet werden.

Allerdings seien viele Fragen noch offen. Schlutow nennt ein Beispiel: „Zählen vollständig Geimpfte, wenn es um die Besucherhöchstzahl geht? Oder dürfen sie den ganzen Tag im Bad bleiben?“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare