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Trotz Pandemie: So lief der Adventsmarkt auf Hof Crone

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Von: Michael Koll, Volker Griese

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Der Adventsmarkt auf dem Hof Crone auf Dösseln war vielen Besuchern eine willkommene Gelegenheit, wieder etwas zu unternehmen und dabei weihnachtliche Dekorationsideen zu begutachten.
Der Adventsmarkt auf dem Hof Crone auf Dösseln war vielen Besuchern eine willkommene Gelegenheit, wieder etwas zu unternehmen und dabei weihnachtliche Dekorationsideen zu begutachten. © Volker Griese

So oft wie am zurückliegenden Wochenende wird Christian Crone den Satz „Schön, dass wir uns hier sehen“ wohl noch nie gehört haben. Der Landwirt hat zusammen mit Elke Pichlbauer auf dem Dösseln einen Adventsmarkt angeboten, der für viele – Aussteller wie Besucher – ein wahres Seelenheil war. Und auch er selbst strahlte übers ganze Gesicht.

Werdohl ‒ „Noch bis Donnerstag habe ich gezittert, ob wir das überhaupt durchführen dürfen“, räumte Crone ein, wie groß der Stein gewesen sei, der ihm erst kurz vor dem Veranstaltungstermin vom Herzen geplumpst ist. Und so kam es letztlich doch zu dieser Premiere auf dem Hof Crone. Der Landwirt verrät: „Ich hätte hier neben dem Apfelfest gerne schon seit Jahren einen Adventsmarkt angeboten, doch die guten Stände stehen normal ja immer schon woanders.“

Elke Pichlbauer, die in Werdohl Würzen und Seifen produziert, „steht dann immer fünf Wochen lang in Soest auf dem Weihnachtsmarkt“, weiß Crone. Auch deren Sortiment war nun am Wochenende auf dem Dösseln zu finden. Ihr Mann Klaus verriet: „Der Werdohler Senf ist sehr würzig und kräftig – aber nicht sonderlich scharf.“

Bereits zweieinhalb Stunden nach der Markteröffnung fiel Pichlbauers Fazit positiv aus: „Die Kunden kommen reichlich und kaufen auch, schauen sich nicht bloß um.“ Bei Gesprächen, die er mit denen geführt hat, die an seinem Stand einen Stopp einlegten, hat er erfahren: „Die Leute schieben alle Panik, dass nächste Woche schon nirgends mehr solche Märkte stattfinden können. Deshalb kommen sie, solange es hier noch offen ist.“ Eine weitere Beobachtung habe er noch gemacht: „Die Menschen sind aber alle sehr vorsichtig, halten Abstand und tragen – wo Abstandhalten nicht möglich ist – auch sofort bereitwillig Maske.“

Der Adventsmarkt auf dem Dösseln fand unter den Bedingungen der 2G-Regel statt. Er war abgesperrt und nur durch einen einzigen Eingang zu betreten. Dort erwartete die Besucher zunächst ein Sicherheitsdienst. „Das sind dieselben, die sonst das Schützenfest in Altena betreuen“, verriet Landwirt Crone. Die Parkplatz-Koordination übernahm rund um das Marktgelände die Werdohler Jugendfeuerwehr.

20 Stände haben letztlich den ersten Adventsmarkt auf dem Hof Crone gebildet, „obwohl drei, vier aus Angst vor Corona noch ganz kurzfristig abgesagt haben“, wie der Veranstalter erklärte. „Die Anbieter kamen teils sogar aus Olpe oder Nümbrecht im Rheinland“, fuhr Crone fort.

Aus Kirchhundem kamen Isabella Poraj und Maria Schiwek. Die beiden Frauen hatten Kerzen und adventliche Deko mitgebracht und waren begeistert: „Der Markt hier ist echt schön und wunderbar organisiert“, lobt Schiwek. „Und die Atmosphäre ist klasse. Es sieht super aus“, ergänzte Poraj.

Nicht anders sah das Verena Senft. Die Beton-Künstlerin aus Küntrop hatte keine so weite Anreise, aber sie freute sich, „dass überhaupt sowas stattfinden darf“. Derweil stimmten eine kleine Abordnung des Versetaler Musikzuges inmitten des Adventsmarktes weihnachtliche Lieder an.

Marc Bungard gehörte zu den Zuhörern der Instrumentalisten. Dabei trug der junge Vater seinen eineinhalbjährigen Sohn Paul auf dem Arm. Die beiden schauten sich um und der Papa nahm sich fest vor, „dass wir nächstes Jahr auch wieder herkommen, wenn ein solcher Markt dann wieder hier angeboten wird“. Sein Eindruck war, „dass das richtig schön und gemütlich auf dem Dösseln ist“.

Auch wenn sich der Besucherandrang bei der Premierenveranstaltung in Grenzen hielt, war Christian Crone zufrieden: Mehr als die vielleicht vierstellige Besucherzahl sei unter den gegebenen Umständen nicht zu erwarten gewesen.

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