Sammlung per Brief wird Dauerlösung

Trotz Pandemie: Caritas erzielt höhere Spendenerlöse

Das Vorstandsteam der Werdohler Caritas macht in unveränderter Besetzung in den nächsten zweieinhalb Jahren weiter.
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Das Vorstandsteam der Werdohler Caritas macht in unveränderter Besetzung in den nächsten zweieinhalb Jahren weiter.

Erwartet hatte das Vorstandsteam der Caritas St. Michael diese Entwicklung nicht, doch in der Tat brachten die coronabedingt kontaktlos erfolgten Spendensammlungen zehn Prozent mehr Geld ein als die althergebrachten Türkollekten.

Folglich beschlossen die Frauen bei der ersten Jahreshauptversammlung seit zwei Jahren am Donnerstag in der katholischen Kirche Werdohl, bei diesem Verfahren zu bleiben. Die Sammlungen im Frühjahr, Sommer sowie zum Advent erfolgen also weiterhin per Brief samt Überweisungsträger.

Pater Kamil Pawlak, Pfarrer der Pfarrei St. Michael, lobte „die enorme Mühe und den Zeitaufwand“, den die Caritas-Aktiven aufwendeten. Aus dem aktiven Dienst verabschiedet wurden Monika Bruder, Brigritte Greco, Margarete Marquardt, Renate Müller sowie Renate Roth. Anschließend stellte Claudia Ohrmann vom Vorstandsteam das Jahresmotto „Das machen wir gemeinsam“ vor: „Themen dabei sind der Pflegenotstand, die zu geringe Bezahlung des Pflegepersonals, sowie die Bildungs- und Geschlechtergerechtigkeit.“

2020: Veranstaltungen fielen der Pandemie zum Opfer

In ihrem Bericht blickte Rohrmann auf die zurückliegenden zwei Jahre zurück. War 2019 noch planmäßig verlaufen, fielen 2020 die meisten Veranstaltungen der Pandemie zum Opfer. Stattdessen organisierte die Caritas eine Einkaufshilfe während der Lockdowns. Der Tafel wurde zum Weihnachtsfest für Bedürftige aus Neuenrade und Werdohl 2000 Euro gespendet. An die Senioren in den Heimen wurde ein Kuchengruß geschickt.

Die Caritas-Kleiderkammer an der Schnurrestraße war 2019 noch gut frequentiert. Acht Mitarbeiterinnen versorgten hier die Bevölkerung mit Kleidung. 2020 war die Kammer über weite Teile des Jahres geschlossen und wurde auch noch nicht wieder eröffnet. Grund dafür ist auch der mangelhafte Brandschutz in dem Gebäude. Die Caritas-Frauen erfuhren am Donnerstag jedoch, dass ein neuer Vermieter sich dieser Problemlage bereits annehme. Aktuell liefen Arbeiten an der Decke sowie an den Fenstern. Wann eine Wiedereröffnung – dann in Kooperation mit dem Malteser Hilfsdienst – zu erwarten sei, stehe aber noch nicht fest.

Finanzen: Caritas ist gut aufgestellt

Claudia Dittrich gab einen Überblick über die Caritas-Finanzen. Während die Kasse 2019 ein Minus erwirtschaftete, wurde dies durch einen Überschuss 2020 mehr als kompensiert. Dittrich bilanzierte: „Wir stehen gut da, sind gut aufgestellt.“

Bereits bei der ersatzlos gestrichenen Jahreshauptversammlung 2020 hätte die Führungsriege neu gewählt werden müssen. Um den Vier-Jahres-Rhythmus nicht zu verändern, erfolgte nun eine Wiederwahl für zweieinhalb Jahre. Ohrmann, Dittrich sowie Ilona Beeck, Bettina Plaßmann und – in Abwesenheit – Renate Armbrecht sowie Beate Meimann erhielten unverändert das Vertrauen der Caritas-Frauen.

Abschließend appellierten die Caritas-Frauen an alle Betroffenen der Flutkatastrophe vom 14. Juli, sich zu melden. Es stünden bei der Caritas Hilfsgelder von mehreren tausend Euro zur Verfügung.

Kontakt: Flutopfer können sich im Pfarrbüro St. Michael melden, Rufnummer 02392/8064310.

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