Trotz Ferien: Viel Arbeit für Lehrer und Schulleiter

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Sybille Böddecker (links), Leiterin der Gemeinschaftsgrundschule, im Gespräch mit Schulsozialarbeiterin Hannah Wirth.

Werdohl - Weder Kinderlachen noch Geschrei sind auf den Werdohler Schulhöfen zu hören – schließlich haben am Montag die Sommerferien begonnen. Ganz verlassen sind die Schulgebäude aber nicht: In den Büros der Schulleiter, in Lehrerzimmern und in den Sekretariaten wird fleißig gearbeitet.

„Das Gerücht, dass wir sechs Wochen Ferien haben, hält sich hartnäckig“, schmunzelt Reinhard Schulte. Der Leiter der Albert-Einstein-Gesamtschule sitzt derzeit in seinem Büro und plant für das neue Schuljahr. „In erster Linie geht es jetzt darum, einen ordentlichen Stundenplan auszuarbeiten“, erzählt Schulte im Gespräch mit unserer Zeitung. Der Unterricht müsse verteilt, vieles koordiniert werden.

Darüber hinaus nutze er die Zeit, um inhaltliche, konzeptionelle Dinge mit den Kollegen abzustimmen, berichtet der Schulleiter. Auch eine Nachlese im Hinblick auf die Prüfungen steht auf Schultes Arbeitsplan, bevor er sich in den Urlaub verabschiedet – für zwei Wochen. „Danach geht es sofort weiter. Schließlich ist noch einiges zu tun, bevor das neue Schuljahr startet.“

Das kann Sybille Böddecker nur bestätigen. „Ich habe einiges aufzuarbeiten“, sagt die Leiterin der Städtischen Gemeinschaftsgrundschule Werdohl, und verrät, dass sie außerhalb der Ferienzeit lieber zu Hause am eigenen PC arbeitet: „Da habe ich einfach mehr Ruhe. Die nutze ich jetzt natürlich auch hier aus.“

Schulsekretärin Karin Conrad (links) und OGS-Leiterin Tatjana Pulter bei der Endabrechnung der Elternbeiträge für die Mittagessen der OGS-Kinder.

Und während Böddecker mit Schulsozialarbeiterin Hannah Wirth zusammensitzt, um Aktionen für das neue Schuljahr zu planen, tippt Schulsekretärin Karin Conrad nebenan auf die Tasten eines Taschenrechners. Gemeinsam mit Tatjana Pulter, der Leiterin der Offenen Ganztagsgrundschule, erstellt sie für die Eltern die Endabrechnungen für die Mitagessen-Beiträge der OGS-Kinder.

Für die Schulleiter geht es jetzt nicht nur darum, das neue Schuljahr zu planen und Dinge aufzuarbeiten. „Wir müssen sicherstellen, dass auch während der Ferien jemand von der Schulleitung für die Bezirksregierung oder das Schulamt erreichbar ist“, erklärt Böddecker. Das sei in dringenden Fällen notwendig, wenn es beispielsweise um die Versetzung eines Pädagogen gehe. Sie teile sich diese Rufbereitschaft mit der Konrektorin, doch auch die Lehrer der Schule seien eingebunden.

Thomas Lammers, Leiter der Erich-Kästner-Schule, hat ebenfalls vorgesorgt, falls die Behörden während der Ferien mit der Schulleitung in Kontakt treten wollen. Auch er will nun Arbeiten erledigen, die zum Ende des Schuljahrs nicht mehr zu schaffen waren. Darüber hinaus will er aber auch aufräumen: „Als Musiklehrer bin ich für den Musikraum verantwortlich. Und da muss jetzt mal Ordnung geschaffen werden.“ - Von Carla Witt

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