Trio Rosenpalais beim 40. Kulturcafé

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Trio Rosenpalais: Das sind Charlotte-Maria Brückner, Mezzosopran, Svenja Kohlmann, Violine, und Andrea Kramer-Rodermund, Klavier.

Werdohl - Musik voller Liebe, Lust und Leidenschaft gab es am Sonntagabend im Werdohler Kulturbahnhof. Das Trio Rosenpalais sorgte für musikalische Unterhaltung auf höchstem Niveau.

Das Publikum war begeistert. Denn die klassische Musik, die die drei Musikerinnen vortrugen, war alles, aber gewiss nicht langweilig oder ernst. Mit jeder Menge Humor, Esprit und Musikalität zogen die drei Frauen das Publikum in ihren Bann.

Die erste Aufgabe des Abends bestand für die Musikerinnen darin, sich einen Weg zur Bühne zu bahnen. Der Saal war so voll, dass die Frauen in ihren pompösen Kleidern Mühe hatten, sich durch den schmalen Gang zu quetschen. Offensichtlich wollte niemand diesen Auftritt verpassen. Schon lange vor Beginn des Konzertes hatten die Besucher Platz genommen. Sie nutzten die Gelegenheit, in gemütlicher Atmosphäre den Austausch mit anderen Kulturbegeisterten zu suchen.

Genau das ist es auch, was die Kulturcafés so beliebt macht. Dieser Abend war zudem ein ganz besonderer. Es war das 40. Kulturcafé. Bereits mehr als eine Woche vorher waren alle Karten vergriffen. Für die Organisatorinnen blieb lediglich noch ein Platz im Türrahmen frei. Als das Konzert begann und die Mitarbeiterinnen in die zufriedenen Gesichter der Gäste blickten, fiel die ganze Anspannung der letzten Tage von ihnen ab.

Seit der Gründung der Kulturcafés sind die sieben Frauen mit jeder Menge Herzblut bei der Sache. Insgesamt vier Veranstaltungen organisieren sie pro Jahr. Wichtig ist ihnen vor allem die richtige Mischung. So sollen beispielsweise nicht nur Musikfans auf ihre Kosten kommen, sondern auch die Freunde guten Kabaretts. Das Programm wird im Team abgesprochen. Jeder kann Vorschläge machen. „Ideen sammeln wir zum Beispiel aus Zeitungen. Wir gucken, welche Veranstaltungen in den Nachbarstädten gute Kritiken bekommen haben“, erklärte Carla Marlinghaus. Gemeinsam mit den anderen sechs Frauen des Teams hatte sie beispielsweise auch das Trio Rosenpalais ausgewählt. „Das Trio kam in Menden super gut an“, erklärt sie. Die Entscheidung für die Musikerinnen war nach Meinung des Publikums auf jeden Fall die richtige. Klatschend und lachend belohnten sie gerade die Darbietung der Adele aus der Fledermaus.

Bereits am Freitag hatten die Organisatorinnen mit dem Aufbau begonnen, die Tische aufgestellt und eingekauft. Dass die Gäste im Kulturbahnhof während der Pause mit kulinarischen Häppchen verwöhnt werden, ist bereits Tradition. Am Sonntag gingen die Vorbereitungen weiter. Die Schnittchen wurden geschmiert, der Sekt kaltgestellt und die Garderobe vorbereitet. „Das Trio ist nicht besonders anspruchsvoll. Sie reisen zwei Stunden vorher an und bereiten sich vor. Besondere Wünsche haben sie nicht“, verrät Marlinghaus.

Während sie und die anderen Frauen die letzten Handgriffe im Saal vornahmen, machten sich die Musikerinnen mit der Bühne vertraut. Das Publikum merkte von all dem Stress im Vorfeld nicht. Die Werdohler genossen den Abend in vollen Zügen. Mit Werken aus Operetten und Film machten sie vor allem den Männern im Publikum unmissverständlich aber mit einem Augenzwinkern klar, was es bedeutet, wenn eine Frau weiß, was sie will. Mondäne Lebedame, verruchter Vamp oder freche Göre: Das Publikum bekam die ganze Bandbreite zu sehen. Sie belohnten die Darstellung mit lang anhaltendem Applaus. Da strahlten nicht nur die Musikerinnen auf der Bühne, sondern auch die Organisatorinnen hinter der Bühne. - Von Lydia Machelett

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