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Trink- und Abwasser: Kosten bleiben nahezu konstant

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Von: Kerstin Zacharias

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Im Vergleich zu 2012 ist der Trinkwasser-Preis um 0,04 Euro angestiegen. Müssen derzeit 1,77 Euro/Kubikmeter gezahlt werden, waren es zwischenzeitlich 2,20 Euro.
Im Vergleich zu 2012 ist der Trinkwasser-Preis um 0,04 Euro angestiegen. Müssen derzeit 1,77 Euro/Kubikmeter gezahlt werden, waren es zwischenzeitlich 2,20 Euro. © dpa

Die gestiegenen Preise, die den Menschen derzeit in allen Bereichen begegnen, machen auch vor dem Trinkwasser sowie den Abwasser-Gebühren nicht Halt. NRW-weit war das Trinkwasser in diesem Jahr durchschnittlich um vier Cent/Kubikmeter, das Abwasser um 21 Cent/Kubikmeter teurer als noch vor zehn Jahren.

Werdohl/Neuenrade/Balve – Während Werdohl im Hinblick auf die Entwicklung der Trinkwasser-Entgelte dem Landesdurchschnitt entspricht, fällt die Preissteigerung beim Abwasser deutlich gemäßigter aus.

Wie aus der jüngsten Statistik von Information und Technik NRW als Statistisches Landesamt hervorgeht, beliefen sich die verbrauchsabhängigen Kosten für Trinkwasser in Werdohl zum 1. Januar 2022 auf 1,77 Euro/Kubikmeter – und damit vier Cent mehr als noch in 2012 (plus 2,3 Prozent).

Zwar kostete das Trinkwasser zwischenzeitlich sowohl mehr (2,20 Euro in den Jahren 2017 bis 1019) als auch weniger (1,72 Euro in 2016), doch seit drei Jahren ist der Preis für die Verbraucher stabil. Zum Vergleich: In NRW mussten fürs Trinkwasser im Durchschnitt 1,66 Euro/Kubikmeter gezahlt werden (plus 2,5 Prozent zu 2012), im Märkischen Kreis durchschnittlich 1,68 Euro (minus 28,5 Prozent).

Im Hinblick auf die Entwicklung der Abwasserentgelte in Werdohl fällt eine leichte Steigerung auf: Mussten zum 1. Januar 2012 noch 2,89 Euro gezahlt werden, sind die Kosten kontinuierlich gesunken. Zum 1. Januar dieses Jahres zahlte der Werdohler 3,02 Euro – und damit 13 Cent mehr (plus 4,5 Prozent) als zehn Jahre zuvor . Zum Vergleich: NRW-weit waren für Abwasser im Schnitt 2,77 Euro zu entrichten (plus 8,2 Prozent im Vergleich zu 2012), im Märkischen Kreis waren es 2,98 Euro – und damit 0,73 Euro weniger als 2012 (minus 19,7 Prozent).

Infos zur Datenerhebung

IT.NRW als Statistisches Landesamt weist darauf hin, dass in der Statistik nicht vom Verbrauch abhängige Kosten wie zum Beispiel Zählergebühren nicht enthalten sind. Bei den Abwassergebühren nicht mit einbezogen sind flächenbezogene Entgelte, wie zum Beispiel Niederschlagswassergebühren. Laut Landesamt dürfen die Kommunen mit den Wasser- und Abwasserentgelten keine Gewinne erzielen, sondern haben alle Kosten abzudecken, die ihnen in Rechnung gestellt werden bzw. ihnen selbst entstehen. Dazu zählen unter anderem die laufenden Kosten der Unterhaltung und des Ausbaus der Anlagen (Kanalnetz), der Kläranlagen sowie der Wassergewinnungsanlagen. Diese Kosten fallen aufgrund unterschiedlicher geografischer, topografischer und infrastruktureller Verhältnisse der Kommunen unterschiedlich aus. Die Ergebnisse beruhen auf einer Befragung der Unternehmen sowie Gemeinden.

Wie aus dem Zahlenwerk weiter hervorgeht, reichte die Preisspanne je Kubikmeter Trinkwasser Anfang des Jahres von 0,65 Euro in der Gemeinde Legden bis 3,85 Euro in der Stadt Blomberg. Im Märkischen Kreis reicht die Spanne beim Trinkwasser von 1,42 Euro in Iserlohn bis 2,20 Euro in Balve. Für Abwasser zahlten die Haushalte in NRW zwischen 1,26 (Gemeinde Reken) und 5,87 Euro (Stadt Monschau). Im Märkischen Kreis zahlten die Bürger 2,56 Euro in Hemer und 3,98 Euro in Nachrodt-Wiblingwerde.

Im Vergleich zu 2012 stiegen die Kosten für Trinkwasser am stärksten in Höxter (plus 155,6 Prozent), den stärksten Rückgang gab es in Legden (minus 59,1 Prozent). Im Märkischen Kreis verzeichnet die Stadt Balve beim Trinkwasser die höchste Steigerung im Vergleich zu 2012 (plus 46,7 Prozent), die höchste Preisabnahme gab es in Iserlohn (minus 29,4 Prozent).

Die Abwasserkosten sanken im selben Zeitraum in Radevormwald (minus 59,5 Prozent) am stärksten, während es die größte Zunahme in Haltern am See (plus 131,5 Prozent). Im Märkischen Kreis gab es im genannten Zeitraum in Balve die höchste Steigerung (plus 118,5 Prozent), die höchste Senkung verzeichnet die Stadt Lüdenscheid mit minus 32,4 Prozent.

Entwicklung in Balve

Die Stadt Balve verzeichnet bei den verbrauchsabhängigen Trinkwasser-Entgelten nicht nur die höchste Zunahme seit 2012 (plus 46,7 Prozent), sondern führt mit 2,20 Euro/pro Kubikmeter kreisweit die Liste an. Und das gilt auch in Bezug auf die Steigerungen bei den Abwasser-Entgelten: Im Vergleich zu 2012 stiegen die Preise von 1,51 Euro auf nunmehr 3,30 Euro – und damit um 118,5 Prozent. Allerdings: Den Höchststand gab es in Balve im Jahr 2016 – damals zahlten die Bürger laut Statistik 4,89 Euro.

Entwicklung in Neuenrade

Ein Plus von 19 Prozent und damit 30 Cent mussten die Neuenrader in den vergangenen zehn Jahren beim Trinkwasser-Entgelt hinnehmen. In 2012 zahlten die Bürger 1,58 Euro, aktuell sind es 1,88 Euro. Deutlicher fällt das Plus sogar noch bei den Abwasser-Entgelten aus: Wurden in 2012 noch 2,52 Euro/Kubikmeter aufgerufen, sind es aktuell 3,35 Euro (plus 32,9 Prozent). Den höchsten Preis gab es für die Neuenrader jedoch im Jahr 2017: Damals mussten 3,53 Euro/Kubikmeter gezahlt werden.

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