Tribünen im Stadion Riesei sollen abgerissen werden

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Große Teile der Tribünenanlage im Stadion Riesei sind sanierungsbedürftig und sollen deshalb abgerissen werden. Diesen Plan stellte die Verwaltung am Dienstagabend im Ausschuss vor.

Werdohl - Um Kosten für Unterhaltung, Pflege und Sanierung zu sparen, sollen die Tribünenanlagen im Stadion Riesei in weiten Teilen rückgebaut und durch Böschungen mit Grasbewuchs ersetzt werden.

Diese Idee der Verwaltung stellte Martin Hempel, Leiter der Abteilung Tiefbau, am Dienstagabend in der Sitzung des Schul- und Sportausschusses vor. 

„Teile der Betonelemente der Tribünenstufen sind stark sanierungsbedürftig, haben sich verformt. Deshalb müssen wir handeln. Auch um die Verkehrssicherheit weiterhin zu gewährleisten“, sagte Hempel am Dienstag im Gespräch mit unserer Zeitung. 

Die betroffenen Tribünenbereiche könnten durch Aufnahme und Neuausrichtung der Betonelemente aufwendig und recht kostenintensiv saniert oder eben rückgebaut werden. „Wir als Verwaltung schlagen die zweite Variante vor. In einem Bereich des Stadions haben wir die Tribünenanlage bereits abgerissen und durch eine Böschung mit Podest ersetzt. Die Erfahrungen und Rückmeldungen waren eigentlich durchweg positiv“, sagte Hempel. 

Erhalten bleiben soll die Tribünenseite mit der teilweisen Überdachung und den Sitzreihen. „Diesen Bereich möchten wir aufhübschen, die Sitzflächen und die Überdachung überarbeiten“, kündigte Hempel an. Zudem ein kleiner und noch unbeschädigter Tribünenabschnitt in der Nordkurve. 

Oberflächenwasser soll versickern

Im Zuge des Tribünenrückbaus plant die Verwaltung auch eine Versickerung des Oberflächenwassers aus dem Stadiongelände im nahegelegenen Waldstück anzulegen. Bisher wird das Wasser in den Kanal abgeleitet. „Auch mit dieser Maßnahme wollen wir mittel- und langfristig Kosten sparen“, sagte Hempel. 

Für den Rückbau und die Entsorgung der Tribünenelemente kalkuliert die Verwaltung mit Kosten von 47 000 Euro. Für die Umwandlung einer Asphaltfläche fallen geschätzt rund 7000 Euro an. Weitere 8000 Euro sollen die Arbeiten zur Versickerung des Oberflächenwassers kosten, so dass die Verwaltung auf eine Gesamtsumme von 62 000 Euro kommt. 

Die teilweise überdachte Tribünenseite soll erhalten und verschönert werden.


Der Rückbau der Tribünen werde mit schwerem Gerät von der Laufbahn aus erfolgen. „Die Lauf- und Leichtathletikflächen sollten ursprünglich bereits 2017 saniert werden. Diese Arbeiten sollen jetzt unmittelbar nach dem Rückbau der Tribünen erfolgen“, sagte Reinhardt Haarmann von der Verwaltung auf Anfrage unserer Zeitung. Angedacht sei zudem eine Bewässerungsanlage für die Rasenspielfläche zu schaffen. 

In Kürze werde es allerdings zunächst einen Ortstermin im Stadion mit den Nutzern – also den Sportverein und Schulen – geben, um diesen das Projekt detailliert vorzustellen. „Tragen die Nutzer diesen Vorschlag mit, wird die Verwaltung wahrscheinlich schon für die nächste Sitzung des Bau- und Liegenschaftsausschusses Mitte Mai eine entsprechende Beschlussvorlage erstellen“, sagte Haarmann. Ziel sei es, das Maßnahmenpaket schnellstmöglich umzusetzen. Den Stadionumbau komplett noch in diesem Jahr zu realisieren, hält Haarmann zumindest für nicht ausgeschlossen.

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