Tribüne: Sanierung lohnt nicht

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Die Tribüne in der Sporthalle Riesei genügt nicht mehr den aktuellen Unfallverhütungsvorschriften und ist auch sonst in die Jahre gekommen. Die Verwaltung schlägt jetzt eine vollständige Erneuerung vor, weil eine Sanierung nicht lohnenswert erscheint.

WERDOHL - Die Stadtverwaltung möchte die 180 000 Euro, die für eine Erneuerung der Tribünenanlage in der Sporthalle Riesei im Haushalt gesperrt sind, von der Politik freigeben lassen.

Von Volker Heyn

Bereits seit 2011 liegt ein Angebot einer Wartungsfirma vor, die die Tribüne für rund 109 000 Euro auf den heutigen Stand der Technik bringen und nach den aktuellen Vorschriften zur Unfallverhütung herrichten kann. Bei einer weiteren Wartung wurde zusätzlich festgestellt, dass etwa 430 Federpfannen aus Kunststoff für Kosten in Höhe von 11 900 Euro defekt sind und in jedem Fall dringend ausgetauscht werden müssen, um den etwa zehn Jahre alten Hallenboden vor Folgeschäden zu schützen.

Danach hat die Verwaltung zwei Angebote für eine komplette Erneuerung der Tribüne eingeholt. Die Angebote liegen bei 151 000 Euro und 160 000 Euro, dazu kommen etwa 8500 Euro Abbruchkosten. Obwohl die Tribüne nicht den aktuellen Unfallverhütungsvorschriften entspricht und eine Reihe von Risiken birgt, genießt sie Bestandsschutz. Da die manuelle Bedienung einen vergleichsweise hohen Personalaufwand bedeutet, sei auch die elektrische Aufrüstung in jedem Fall sinnvoll.

Im Falle einer Reparatur für rund 130 000 Euro bekommt die Stadt eine runderneuerte Tribüne auf einem alten Unterbau, wobei die Arbeiten vier bis sechs Wochen Zeit benötigen. Der Einbau einer neuen Zuschauertribüne würde nur etwa zwei Wochen in Anspruch nehmen.

Für den Neubau stehen Haushaltsmittel zur Verfügung, allerdings noch mit Sperrvermerk. Im Falle einer Reparatur müssten die Mittel im Rahmen einer Umschichtung an anderer Stelle im Haushalt eingespart werden, falls die Reparatur nicht auf 2014 verschoben würde. In diesem Fall müssten dennoch die 11 900 Euro für die Plastikhülsen sofort in die Hand genommen werden.

Die Verwaltung bittet den Rat deshalb um Freigabe der gesperrten Haushaltsmittel.

Die Mitglieder des Hauptauschusses befinden unter anderem über diesen Tagesordnungspunkt in ihrer Sitzung am kommenden Montag, 22. April, ab 17 Uhr im Ratssaal.

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