Treffpunkthaltestelle: Nur eine provisorische Lösung

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Bürgermeister Siegfried Griebsch macht’s vor: Fahrgäste können sich auch gegenseitig beim Einsteigen in den Bus helfen. Die junge Mutter Ramona Schulz freute sich gestern über dieses Angebot. ▪

WERDOHL ▪ Die Kritik an dem neuen, provisorischen Bussteig vor dem Bahnhof hat natürlich am Montag sofort auch den Bürgermeister erreicht: Siegfried Griebsch kann die Kritik der Fahrgäste nachvollziehen, bittet jedoch um Verständnis. Die Verwaltung will erst Klarheit haben, wie es mit dem Bahnhof weitergeht.

Im Zuge dessen wird dann auch der Vorplatz in die Planungen mit einbezogen. Die provisorische Haltestelle hilft aber bereits dabei. „Wir können feststellen, wie der Treffpunkt funktioniert. Aufgrund dieser Erfahrung können wir dann auch sagen, wie der Vorplatz sinnvoll auszusehen hat.“

Dass bei der momentanen Übergangslösung nicht alle Interessen berücksichtigt werden könnten, habe unter anderem auch finanzielle Gründe. Es mache keinen Sinn, in einen Haltepunkt zu investieren, wenn er zu einem späteren Zeitpunkt wieder umgestaltet werden solle. Das Stadtoberhaupt weiß allerdings um die Probleme beim Einsteigen und versichert, dass diesbezüglich Gespräche mit der MVG laufen, um eine Lösung zu finden. Vielleicht könnten die Fahrzeuge ein Stück weiter vorne anhalten, schlägt Griebsch vor. Hier gebe es einen Bürgersteig und der Einstieg wäre nicht so hoch.

Bis die Situation entschärft ist, bittet Griebsch die Busbenutzer, sich gegenseitig zu helfen. „Wer sieht, dass ein Fahrgast Hilfe beim Ein- oder Aussteigen braucht, kann doch vielleicht zur Hand gehen.“

MVG-Pressesprecher Jochen Sulies wies in diesem Zusammenhang auch auf die moderne Ausstattung der Busse hin. Es würden grundsätzlich nur Fahrzeuge mit Neigetechnik eingesetzt, die Stufe zwischen Bus und Straße sei dadurch maximal 27 Zentimeter hoch. Bei einem Einsatz an einem 18 Zentimeter hohen Bürgersteig könne eine ein Meter lange Platte zwischen Bus und Gehweg gelegt werden. „Der Höhenunterschied zum Bürgersteig liegt dann bei acht Zentimetern“, so Sulies. Dies Hürde könnte mit eine Rollator oder Rollstuhl gut bewältigt werden. Wer gar nicht zurecht komme, der könne sich gerne auch an den Busfahrer wenden, empfahl Sulies. ▪ sr

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