Trauerfeier für Ex-Bürgermeister Siegfried Griebsch

Pfarrer Dirk Grzegorek hielt die Traueransprache in dem mit Kränzen und einem Bild des Verstorbenen geschmückten Altarraum der Friedenskirche.

Werdohl - Viele Menschen waren gestern in die Friedenskirche gekommen, um von dem ehemaligen Werdohler Bürgermeister Siegfried Griebsch Abschied zu nehmen. Neben der Familie, den Freunden und den zahlreichen Bekannten des Werdohlers waren auch Vertreter aus Politik und Verwaltung – mit Bürgermeisterin Silvia Voßloh an der Spitze – anwesend.

Jeder hatte Gelegenheit, ein Teelicht für den Verstorbenen zu entzünden: Im Eingangsbereich des Gotteshauses waren zwei Tische aufgestellt, dort leuchteten die Kerzen jeweils neben einem Portrait des Verstorbenen. Auch der Altarraum war nicht nur mit Blumen, sondern auch mit einem Foto von Siegfried Griebsch geschmückt.

Pfarrer Dirk Grzegorek beschrieb den Verstorbenen in seiner Traueransprache als offenen, freundlichen und ehrlichen Mann, der stets Interesse an Menschen gehabt habe. „Und er konnte anpacken“, erinnerte Grzegorek. Die Familie habe mit Siegfried Griebsch einen einmaligen Menschen verloren.

Der Pfarrer schlug eine Brücke zum politischen Engagement des ehemaligen Bürgermeisters – und lobte den Verstorbenen als äußerst gerechten Mann. Der Seelsorger sagte weiter: „Siegfried Griebsch war kein Heizer vor dem Herrn, aber im entscheidenden Moment konnte er Gas geben.“

Mit Bezug auf den aktuellen Bundestagswahlkampf sprach Grzegorek vom Wahlprogramm Gottes. Er erklärte, dass es dabei nicht darauf ankomme in der Mehrheit zu sein, sondern Gewissheit im Glauben an Gott zu erlangen.

Zum Abschluss der Trauerfeier brachte sich der Werdohler Shanty Chor ein, in dessen Reihen sich Griebsch wohl gefühlt hatte. Gerne hatte er auch zu offiziellen Anlässen mit den Sängern lebenslustige Seemannslieder geschmettert. Allerdings waren die Töne, die der Shanty-Chor in der Friedenskirche anschlug, ungewohnt leise und voller Wehmut.

Siegfried Griebsch war am 29. August im Alter von nur 61 Jahren im Klinikum Lüdenscheid gestorben. 1972 hatte der gebürtige Iserlohner in seiner Heimatstadt eine Ausbildung bei der Stadtverwaltung begonnen, später lange bei der Plettenberger Stadtverwaltung gearbeitet. 1999 trat er für die SPD in den Werdohler Rat ein.

Aus der Verwaltungsposition in Plettenberg heraus kandidierte er 2009 für das Amt des Werdohler Bürgermeisters. Bis 2014 hatte er dieses Amt inne, zur Wiederwahl war er nicht mehr angetreten.

Beigesetzt wurde Siegfried Griebsch gestern Nachmittag im engsten Familienkreis.

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