Öffentliches Treffen auf Brüninghaus-Platz

Kampf gegen Krebs verloren: Junge Werdohler trauern um ihre verstorbene Freundin (32)

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Mit Kerzen und Wunderkerzen, mit Hintergrundmusik und einer liebevollen Ansprache trauerten die zumeist jungen Werdohler um ihre verstorbene Freundin. Ein Bild von Jenni hatten sie zuvor an den Weihnachtsbaum gehängt.

Werdohl - Jenni hat den Kampf gegen ihren Brustkrebs verloren, die beliebte und bekannte Werdohlerin starb am Mittwochmorgen.

Ganz spontan hatte Nadine Niggemann für die vielen Freunde und Freundinnen der lebenslustigen Jennifer ein Treffen auf dem Brüninghaus-Platz organisiert, um an das Leben der 32-jährigen Erzieherin zu erinnern.

Neben einem Aufruf bei Facebook war es auch nötig, die Versammlung beim Ordnungsamt der Stadt und bei der Kreispolizeibehörde anzumelden. Der Platz gehört der Stadt, das Ordnungsamt erteilte eine Genehmigung im Rahmen der Sondernutzungssatzung. Auch die Polizei hatte keine Bedenken, schließlich herrscht Versammlungsfreiheit.

Beide Behörden berichteten auf Nachfrage, dass es so etwas noch nie in Werdohl gegeben habe.

Die Verstorbene war Erzieherin in der städtischen Kita Momo. Nach fünf Jahren war der Krebs plötzlich wieder da. Jenni hatte in ihrem Facebook-Tagebuch „Jenni‘s Kampf gegen den Krebs 2.0“ ihr Leiden und ihre Krankheit öffentlich gemacht. Mit eindrücklichen Fotos und Texten beschrieb sie ihre Gefühle und ihren Kampf gegen die letztlich tödliche Krankheit. 

Offensichtlich war sie ein sehr positiv denkender Mensch. Noch Ende November schrieb sie, dass sie sich auf die Rückkehr vom Krankenhaus in die eigene Wohnung freute: „Ich hoffe, ihr hattet alle einen erfolgreichen Start ins Wochenende. Ich schon. Mehr oder weniger. Ich kann immer besser laufen und fühle mich von Tag zu Tag fitter.“

Der letzte Eintrag vom 2. Dezember lautet: „Home Sweet Home. Nach einem Monat kann ich nun endlich meine neuen vier Wände genießen!“

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