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Training ohne Maske: Mehr Besucher in den Fitnessstudios

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Von: Jona Wiechowski

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Die Kletterwelt Sauerland kann jetzt wieder ganz ohne Corona-Regeln besucht werden. Auf dem Vor-Corona-Niveau sind die Besucherzahlen allerdings noch nicht.
Die Kletterwelt Sauerland kann jetzt wieder ganz ohne Corona-Regeln besucht werden. Auf dem Vor-Corona-Niveau sind die Besucherzahlen allerdings noch nicht. © Birke, Maximilian

Trainieren wie vor der Pandemie: Seit ein paar Wochen ist das wieder möglich. Sämtliche Corona-Regeln in den Fitnessstudios sind gefallen – allen voran die Impfnachweis- und die Maskenpflicht. Das kommt auch in den heimischen Studios gut an.

Fitness AG

Werdohl/Neuenrade – „Es läuft gut“, sagt Axel Weber, Inhaber der Fitness AG in Ütterlingsen, betont aber auch, dass es schon vor dem Ende der Regeln ganz gut gewesen sei. Nach langer Pause ist das Training jedenfalls jetzt auch in seinem Studio wieder so wie vorher möglich – sprich ohne Corona-Maßnahmen. Nur die wenigstens würden noch eine Maske tragen, kann er in seinem Studio beobachten. Die Abstandsregeln würden weiter eingehalten.

Auch die Kurse würden besser besucht. So ist es auch beim Reha-Sport – „es wird wieder mehr“, sagt Weber. Die Neuanmeldungen beschreibt er als zufriedenstellend, auch wenn es sich coronabedingt noch in Grenzen halten würde.

Geschlossen ist inzwischen das Gesundheitsstudio – ein Zweitstandort der Fitness AG – an der Bahnhofstraße. Der Startpunkt fiel unglücklicherweise kurz vor den ersten Lockdown 2020. Und die Zielgruppe überlappte sich mit den besonders durch Corona Gefährdeten. Nicht optimal. „Wir konzentrieren uns auf Ütterlingsen“, so Weber im Gespräch, der mit dem Kapitel abgeschlossen hat. Ein paar Geräte, darunter der Dehnzirkel, sind jetzt am Hauptstandort zu finden.

Fitnesscentrum Knuth

„Man merkt, dass die Leute offener sind“, sagt Michael Knuth, Inhaber des Fitnesscentrums Neuenrade. In den letzten Wochen würden wieder deutlich mehr Kunden fürs Training kommen – und die nähmen die Lockerungen ganz offensichtlich gerne an. Eine Maske muss nirgends mehr getragen werden. Nur vereinzelt hätte noch jemand eine auf, berichtet Knuth, der betont, dass natürlich jeder auch weiterhin eine Maske tragen könne.

Unabhängig von nicht mehr verpflichtenden Corona-Regeln setze das Studio sowieso noch auf Schutzmaßnahmen: Abstände werden weiterhin eingehalten, dazu wird regelmäßig desinfiziert und gelüftet.

Neuen Schwung haben auch die Kurse bekommen– angeboten werden unter anderem Klassiker wie Indoor-Cycling oder Bauch-Beine-Po. „Viele haben auf die Lockerungen gewartet“, schätzt Knuth ein, dass manchen das Training mit Maske zu doof gewesen sei.

Unterm Strich: „Es geht bergauf“, sagt der Inhaber und schiebt hinterher: „was auch gut ist“. Durch die Lockdowns musste er sein Studio in der Pandemiezeit gut acht Monate schließen. Umso erfreulicher, dass er in den letzten Monaten neue Mitglieder begrüßen könnte.

„Super angenommen“ würde hier die Möglichkeit, Verträge monatlich kündigen zu können. Vorher konnten nur – wie es in den meisten Studios üblich ist – Verträge mit einer Laufzeit von mindestens einem halben Jahr abgeschlossen werden. Das habe viele verunsichert, gerade in einer von Kurzarbeit geprägten Zeit. „Das nimmt die Angst“, sagt er zu den neuen Verträgen, mit denen er vor gut zwei Monaten gestartet ist.

Im Fitnesscentrum wird auch Physiotherapie angeboten – mit anderen Regeln. Hier geht es weiterhin mit Mund-Nasen-Schutz. „Ich bin 15 Minuten mit einem Kunden in einem Raum“, erklärt er die Gründe. Er berichtet von Ausfällen in Zusammenhang mit Corona, weil Kunden – auch als Kontaktperson – in Quarantäne seien. „Das ist häufiger aufgefallen in den letzten Wochen“, sagt er.

Kletterwelt Sauerland

Auch in der Kletterwelt Sauerland sind sämtliche Corona-Regeln gefallen. „Vereinzelt kommen wieder mehr“, sagt Geschäftsführer René Brehm, der insgesamt aber von einer „sehr verhaltenen Lage“ spricht. „Wir sind bei Weitem noch nicht beim Vor-Corona-Niveau.“

Paradox: Während auf der einen Seite Kunden auf die Lockerungen gewartet hätten, würden sich andere momentan wieder zurückziehen, denen es mit Schutzmaßnahmen lieber war. Schließlich seien die Infektionszahlen aktuell noch relativ hoch. Der Tenor sei aber, dass die Leute glücklich über die Lockerungen seien, so Brehm.

Zwei Faktoren erschwerten die Lage – einmal die Verkehrssituation. Die Kletterwelt liegt im Gewerbepark Rosmart; die Anfahrt speziell über Altena und Lüdenscheid ist durch diverse Sperrungen derzeit bekanntlich deutlich zeitaufwendiger. Zum anderen sind aktuell Osterferien. Viele nutzten die Zeit, um nach langer Pause wieder ohne Corona-Maßnahmen in den Urlaub zu fahren, so Brehm.

„Ich bin gespannt, wie es nach den Osterferien weitergeht“, blickt der Geschäftsführer nach vorn. Erfreut ist er über die ersten Anfragen von Schulen, die einen Ausflug in die Kletterhalle planen. Das war in den letzten zwei Corona-Jahren bis auf ganz wenige Ausnahmen nicht möglich.

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