Bundesweit bekannt

Traditionsunternehmen im MK plant Verkleinerung

+
Das Geschäft von J+B-Leuchten, von der B236 aus gesehen. Die Leuchtenausstellung möchte Geschäftsführer Botho Nipkow nahezu halbieren und außerdem nicht mehr benötigte Lagerflächen vermieten.

Werdohl – Seit rund 30 Jahren gibt es das Unternehmen J+B-Leuchten in Werdohl. Mit Leuchten aus eigener Produktion hat sich der Inhaber Botho Nipkow nicht nur in Werdohl, sondern bundesweit einen Namen gemacht.

„Wir haben einmal bis nach Flensburg und bis zum Bodensee ausgeliefert“, blickt er zurück. Jetzt will der Unternehmensgründer kürzertreten. 

Im Leuchtengeschäft ist der gelernte Groß- und Außenhandelskaufmann Botho Nipkow seit fast 50 Jahren tätig. Dabei war er eigentlich zufällig in diese Branche hineingerutscht, als er 1972 aushilfsweise im Betrieb der Eltern eines Freundes einsprang. 17 Jahre arbeitete er bei Leuchten Körner in Bärenstein, dann machte er sich 1990 mit seinem eigenen Leuchtengeschäft an der Hauptstraße in Eveking selbstständig. 

1997 Umzug zum Kettling

1997 erfolgte der Umzug zum Kettling, wo Nipkow einen Neubau errichtet hatte, verkehrsgünstig gelegen zwischen B 236 und Gildestraße. Dort produzierte er Leuchten, die Abnehmer in ganz Deutschland fanden. „Da hatte ich zeitweise sieben Außendienstmitarbeiter“, erinnert er sich an florierende Geschäfte mit „Leuchten made in Werdohl“. Nach einem Anbau standen am Kettling schließlich 1200 Quadratmeter für Produktion und später auch den Vor-Ort-Verkauf zur Verfügung. 

Doch die Zeiten änderten sich. „Die Produktion in Deutschland wurde immer schwieriger. Länder in Osteuropa und mittlerweile in China konnten und können Leuchten billiger herstellen“, musste Nipkow feststellen und stellte die Produktion schließlich ein. 

Geschäft wird schwieriger

Der Verkauf lief und läuft jedoch weiter, obwohl auch dieses Geschäft mittlerweile schwieriger wird. Internethändler seien seine größten Konkurrenten, berichtet Botho Nipkow. Vor ein paar Jahren, als Geschäfte zunehmend über das Internet abgewickelt wurden, habe er ernsthaft überlegt, auf diesen Zug aufzuspringen. Es habe aber Probleme mit den Fotolizenzen der Leuchtenhersteller gegeben, weshalb er letztlich davon Abstand genommen habe. „Außerdem kenne ich mich auch nicht richtig mit diesen Dingen aus“, gibt er zu. „Und ich weiß von anderen, dass sie ständig Ärger mit Rücksendungen haben.“ 

Auf solchen Ärger hat Botho Nipkow nach rund 50 Berufsjahren „keinen Bock“. Deshalb hat er jetzt beschlossen, sein Leuchtengeschäft zwar nicht zu schließen, aber doch zu verkleinern. Von den 700 Quadratmetern Verkaufsfläche will er nur noch etwa 400 übrig behalten, zudem vorhandene Lagerflächen aufgeben. Über einen Makler bietet er die nicht mehr benötigten Flächen – insgesamt rund 800 Quadratmeter – zur Miete an. Bei entsprechendem Interesse würde er sogar die ganze Immobilie vermieten.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare